Zöllner gratuliert Neuköllner Heinrich-Mann-Schule zum Gewinn des „Deutschen Klimapreises“ der Allianz-Umweltstiftung -15.03.2011

Heute zeichnet die Allianz-Umweltstiftung in Berlin bundesweit fünf Schulen mit dem Deutschen Klimapreis aus. Eine von ihnen ist die Neuköllner Heinrich-Mann-Schule (Integrierte Sekundarschule).
Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner wird an der Preis-verleihung in der Allianz Repräsentanz am Pariser Platz 6 teilnehmen.

Das ausgezeichnete Projekt der Heinrich-Mann-Schule setzt sich mit dem Zusammenhang von Stromerzeugung, Stromverbrauch, Klimaveränderung und den Möglichkeiten auseinander, die globale Erderwärmung zu begrenzen. Es überzeugte die Jury unter anderem mit Beiträgen für eine effiziente Beleuchtung in privaten Haushalten und in der eigenen Schule sowie mit einer Umfrage zur Nutzung von Energiesparlampen.

„Ich gratuliere allen Schülerinnen und Schülern zu diesem großartigen Erfolg. Bedanken möchte ich mich bei den Lehrerinnen und Lehrern, welche das Projekt unterstützt haben. Wichtig ist, dass wir bereits bei unseren Kindern die Verantwortung für einen bewussten Umgang mit dem Klima stärken. Wettbewerbe wie dieser helfen, dass der Klimaschutzgedanke auf nahezu alle Unterrichtsfächer in unseren Schulen ausgedehnt wird“, sagte Bildungssenator Zöllner.

Brandstiftung in Wohnhaus – Staatsanwaltschaft lobt Belohnung aus – 15.03.2011

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, bei dem am vergangenen Sonnabend in der Sonnenallee drei Menschen ums Leben gekommen waren, eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgelobt. Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Personen, die an der Tat beteiligt waren, sind von der Belohnung ausgeschlossen.
Wie berichtet, war am 12. März kurz vor 6 Uhr im Treppenhaus eines Quergebäudes in der Sonnenallee 18 ein Brand gelegt worden, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und 17 verletzt wurden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordes und versuchten Mordes sowie besonders schwerer Brandstiftung.
Inzwischen sind die Untersuchungen des Landeskriminalamtes vor Ort abgeschlossen und das nicht mehr bewohnbare Wohnhaus an die zuständige Hausverwaltung übergeben worden.
Die Ermittlungen ergaben, dass verschiedene im Treppenhaus abgestellte Gegenstände vorsätzlich in Brand gesetzt worden waren. Für die Hausbewohner war nur eine Rettung über die Fenster möglich, da der Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt war. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 28-jährigen Mieter des Wohnhauses, dessen 26-jährige Schwester sowie deren zehn Tage alten Sohn. Die Frau war mit ihrem Säugling zu Besuch bei ihrer Familie in diesem Haus.
Es ist ein Hinweistelefon eingerichtet worden. Bürger können unter der Telefonnummer 030 4664 – 910510 anrufen, um Hinweise zu geben, die zur Aufklärung der Straftat führen.

Neue Ermittlungsergebnisse zum Feuer in einem Wohnhaus in der Sonnenallee – 13.03.2011

Tatzeit 12. März 2011; Tatort Sonnenallee in Neukölln

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Neukölln starben am 12. März 2011 drei Menschen.

Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft führten zwischenzeitlich zur Identifizierung der drei Todesopfer.
Es handelt sich um einen 28-jährigen Mieter des Wohnhauses, dessen 26-jährige Schwester sowie deren vor wenigen Tagen geborenen Sohn. Die Frau war mit ihrem Säugling zu Gast bei ihrer Familie in diesem Haus, wohnte dort selbst aber nicht.

Die Untersuchungen des Brandortes ergaben, dass verschiedene im Treppenhaus abgestellte Gegenstände vorsätzlich in Brand gesetzt worden waren. Das durch die Hitzeeinwirkung geplatzte Treppenhausfenster führte zu einer erhöhten Sauerstoffzufuhr und zur Brandausbreitung im gesamten Treppenhaus. Durch die starke Rauchentwicklung erwachten einige Mieter und öffneten ihre Wohnungstüren, wodurch es zu einem „Kamineffekt“ kam und die Flammen auch auf die Wohnungen übergriffen. Für die Hausbewohner war nur eine Rettung über die Fenster möglich, da der Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt war. Dem beherzten Handeln eines Bürgers, der noch vor Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte aktiv half, Personen aus den Fenstern zu retten und der professionellen Arbeit der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass keine weiteren Todesopfer zu beklagen sind.

Es ist ein Hinweistelefon eingerichtet worden. Bürger können unter der Telefonnummer 030 4664 – 910510 anrufen, um Hinweise zu geben, die zur Aufklärung der Straftat führen.

Feuer im Hinterhof – Drei Tote – 12.03.2011

Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Neukölln starben heute früh drei Menschen.
Anwohner hatten kurz vor 6 Uhr bemerkt, dass Rauch aus einem Quergebäude eines Mehrfamilienhauses in der Sonnenallee aufstieg und alarmierten die Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen. In einem bereitgestellten BVG-Bus betreuten Polizisten einer Einsatzhundertschaft, Feuerwehrbeamte und Notfallseelsorger insgesamt 31 Personen aus dem Haus. 17 Personen hatten sich leichte Verletzungen zugezogen, unter anderem auch Rauchgasvergiftungen, die vor Ort und zum Teil in Krankenhäuser behandelt wurden.
Ein bisher nicht identifizierter Mann versuchte sich mit einem Sprung aus dem Haus zu retten. Er erlag jedoch noch vor Ort seinen Verletzungen. Die Einsatzkräfte konnten einen 10 Tage alten Säugling und eine bisher nicht identifizierte Frau nur noch tot bergen.
Das betroffene Gebäude ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar.
Die Sonnenallee war zwischen der Hobrecht- und Reuterstraße bis 9 Uhr in beiden Richtungen voll gesperrt. Zurzeit dauern wegen Ermittlungsarbeiten vor Ort die Sperrungen in Richtung Baumschulenweg an.
Es gibt Indizien, die den Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung begründen. Eine Mordkommission hat in Zusammenarbeit mit dem Fachdezernat für Branddelikte die weiteren Ermittlungen übernommen.
Es ist ein Hinweistelefon eingerichtet worden. Bürger können unter der Telefonnummer 030 4664 – 910 510 anrufen, um Hinweise zu geben, die zur Aufklärung der Straftat führen bzw. wenn sie Fragen zu Angehörigen haben.

Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung der Betäubungskriminalität – 12.03.2011

Beamte der Direktionen 4 und 5 überprüften in der Zeit von 11 bis 14 Uhr 15 in einer konzertierten Aktion im Volkspark Hasenheide und am Hermannplatz in Neukölln 46 Personen. Sie erteilten 29 Platzverweisungen und leiteten elf Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz ein, u.a. wegen Handels mit Cannabis-Szenetütchen und aufgefundener Einhandmesser. Es konnte Handelserlös in Höhe von 7.330 Euro beschlagnahmt werden.

300 Kilogramm Pyrotechnik sichergestellt – 11.03.2011

Zivilbeamte des Polizeiabschnitts 54 haben in der vergangenen Nacht einen 49-Jährigen in Neukölln wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen.
Die Polizisten hörten gegen 2 Uhr im Bereich vom Weichselplatz einen lauten Knall und sahen zwei Männer, die sich in der dortigen Grünanlage befanden. Sie nahmen die Verfolgung der beiden auf und hörten immer wieder Explosionsgeräusche, bevor sie sie einholten. Bei einer anschließenden Überprüfung gab einer der Männer zu, die Knallkörper gezündet zu haben, während sein Begleiter an den Taten nicht beteiligt war. Bei einer freiwillig zugelassen Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten insgesamt 300 Kilogramm verbotene Pyrotechnik sicher. Entschärfer vom Landeskriminalamt transportierten das sichergestellte Material zum Sprengplatz. Das Fachdezernat beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen gegen den einschlägig bekannten 49-Jährigen übernommen.

Kriminelles Duo nach versuchtem Raubüberfall festgenommen – 25.02.2011

Von Zivilpolizisten wurden gestern Mittag zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren nach einer versuchten Raubtat in Neukölln fest. Das Duo hatte gestern gegen 13 Uhr 30 einen 21-jährigen im Volkspark Hasenheide im Bereich des Ausgangs Wissmannstraße zunächst angerempelt und bedrängt. Dann packte ihn einer der Täter am Hals und forderte Geld. Als der 21-Jährige sich aus der Umklammerung lösen konnte, ließen die Täter von ihm ab und flüchteten in den Park. Der junge Mann alarmierte sofort die Polizei, die die beiden Täter noch im Park anhand der Personenbeschreibung erkannte und festnahm. Zum 29-Jährigen, der sich zum Tatzeitpunkt im offenen Maßregelvollzug befunden hatte, wurde selbiger ausgesetzt. Der 28-Jährige befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft, da gegen ihn ein Haftbefehl wegen Wohnungseinbruchs vorlag.

Mieter bei Wohnungsbrand schwer verletzt – 24.01.2011

Ein 40-jähriger Mieter aus Neukölln musste heute früh mit einer schweren Rauchgasvergiftung nach einem Wohnungsbrand in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Eine 34-jährige Zeugin sah kurz nach 9 Uhr Rauch aus der Wohnung in der Warthestraße emporsteigen und alarmierte die Feuerwehr.
Nachdem die Rettungskräfte der Feuerwehr die Wohnungstür geöffnet hatten, entdeckten sie den bewusstlosen Mann neben seinem Bett. Die Feuerwehr löschte den Brand in der 1-Zimmer-Wohnung, bei dem die Haussubstanz beschädigt wurde.
Als Brandursache wird nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt an einem Elektrogerät vermutet.
Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Einsatz gegen die Drogenszene

Beamte des Polizeiabschnitts 53 führten gestern Nachmittag Einsätze gegen die Drogenszene in Kreuzberg und Neukölln durch. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr überprüften die Polizisten im Görlitzer Park und im U-Bahnhof Hermannplatz insgesamt 20 Personen der Rauschgiftszene. Die Beamten sprachen 13 Platzverweisungen aus. Gegen 15 Uhr 30 entdeckten die Fahnder im U-Bahnhof Hermannplatz einen polizeibekannten Rauschgifthändler, der auf dem Bahnsteig der U8 mit einem Mann ein Geschäft abwickelte. Die Polizisten nahmen beide Personen fest und fanden beim mutmaßlichen „Dealer“ 46 verschreibungspflichtige Tabletten. Nach ihrer Identitätsfeststellung kamen beide Männer wieder auf freien Fuß.
Gegen 16 Uhr nahmen die Zivilpolizisten einen Hehler fest, der vergeblich versucht hatte, gestohlenes Parfum an den Mann zu bringen. Als die Beamten die „Hehlerware“ beschlagnahmten, attackierte und beleidigte der 43-Jährige die Polizisten. Bei der Festnahme erlitt der Mann eine Verletzung an der Augenbraue, die am Ort ambulant behandelt wurde. Nach seiner Identitätsfeststellung und einer Blutentnahme kam er wieder auf freien Fuß.

11 Durchsuchungen bei krimineller Rockergruppierung-Waffen und Sprengstoff beschlagnahmt 23.02.2011 – 17:55

In einem Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz mit Bezug zu Mitgliedern und Unterstützern der kriminellen Rockergruppierung „Mongols MC“ haben Ermittler des Landeskriminalamtes Berlin, Kräfte der Direktionen und der Bereitschaftspolizei heute mehrere Wohnungen in Berlin durchsucht. Dabei kam wegen der Gefährlichkeit des mutmaßlichen Täterkreises auch das Berliner Spezialeinsatzkommando zum Einsatz.

Insgesamt nahmen die Ermittler des für Rockerkriminalität zuständigen Fachkommissariates 9 Personen fest und durchsuchten 11 Wohnungen in Berlin und Brandenburg.

In der Wohnung eines Tatverdächtigen fanden die Beamten neben Explosivstoffen auch zwei selbst hergestellte sogenannte „Rohrbomben“.
Die Ermittlungen und Auswertungen der Beweismittel wie auch die Prüfung der Voraussetzungen des Vorliegens von Haftgründen dauern weiter an.

Aufmerksamer Nachbar führte auf die Spur von Kellereinbrechern – Festnahme 22.02.2011

Die Aufmerksamkeit eines Anwohners der Mainzer Straße führte in der vergangenen Nacht zur Festnahme zweier Einbrecher in Neukölln.
Der Mieter hörte gegen 2 Uhr verdächtige Geräusche im Hausflur, blickte durch den Türspion und sah zwei ihm unbekannte Männer, die mit großen und offensichtlich schweren Taschen das Wohnhaus verließen und in unbekannte Richtung davon liefen. Der Mann alarmierte die Polizei und beschrieb die verdächtigen Personen. Etwa zwanzig Minuten später bemerkte die Besatzung einer Funkstreife zwei Männer an der Kreuzung Hermann- Ecke Jonasstraße, auf die die abgegebene Beschreibung passte und die auch zwei Rollkoffer und einen Rucksack mit sich führten.
In den Gepäckstücken entdeckten die Beamten Einbruchs- und gestohlene Bauwerkzeuge sowie Getränkeverpackungen, die die Einbrecher hatten mitgehen lassen. Die Gegenstände wurden allesamt beschlagnahmt.
In dem Mietshaus in der Mainzer Straße stellten die Polizisten vier aufgebrochene Kellerverschläge fest. Eine Kellertür war beschädigt und wies Hebelspuren auf, ohne dass sie geöffnet werden konnte.
Die beiden 34- und 35-jährigen Männer aus Charlottenburg und Baumschulenweg wurden festgenommen und mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlungen unterziehen. Nach Wohnungsdurchsuchungen, bei denen nichts Verdächtiges gefunden wurde, konnten die Festgenommenen das Gewahrsam verlassen. Sie sehen nun Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls entgegen.

Brandstiftung 21.02.2011

Unbekannte haben heute früh eine Mülltonne in Neukölln in Brand gesetzt, wodurch eine Eingangstür eines Mietshauses Feuer fing. Eine 39-jährige Anwohnerin alarmierte gegen 3 Uhr 50 die Feuerwehr in die Stuttgarter Straße, nachdem sie die Flammen entdeckt hatte. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand, durch den die Mülltonne vollständig zerstört und die Hauseingangstür stark beschädigt worden waren. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Stuttgarter Straße im Nahbereich des Feuers für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Das liegt ja so nah

Wie nah Ägypten eigentlich liegt, war dann am Sonntag nach dem Sturz von Hosni Mubarak auf dem Hermannplatz zu bewundern. Was eigentlich als Solidaritätsdemo gedacht war, wurde zur Jubelfeier – passenderweise an jenem Platz, an dem jedes Jahr der Umzug zum Karneval der Kulturen seinen Ausgang nimmt. Die Revolution am Nil ist nicht nur deshalb so nah, weil jedes Jahr Millionen von Deutschen ihren Urlaub in Ägypten verbringen. Im Gegenzug schickt zum Beispiel das Goethe­institut in Kairo jedes Jahr 2.000 Ägypter zum Studium nach Deutschland. Doch statt in ägyptischen Schulen landen die Absolventen später fast ausnahmslos in den Touristenhochburgen, weil sie nur dort Geld verdienen können. Sonst haben sie keine Perspektiven. Auch das hat zu den Verhältnissen in Ägypten beigetragen. Perspektiven zu entwickeln ist nun die eigentliche Aufgabe.
Peter S. Kaspar

Hohe Braukunst am Rollberg

Paul Schwingenschlögl besuchte die Brauerei auf dem Kindlgelände

Die Kindl-Brauerei setzte auf Masse, gab ihren Standort Werbellin­straße auf und zog nach Weissensee, um zu expandieren und mit dem Erzfeind Schultheiss zu fusionieren. Die Privatbrauerei »Am Rollberg«, gegründet von Wilko Bereit und  Nils Heins, vertritt das umgekehrte Konzept. Für Bereit und Heins zählt in erster Linie die Qualität. Für ihr Bier verwenden sie fast ausschließlich Biorohstoffe, die sie von der Weihermann Mälzerei in Bamberg beziehen. Diese Mälzerei ist einzigartig weltweit, da sie 80 verschiedene Sorten anbietet.
Braumeister Wilko Bereit ist ein echter Neuköllner, der seine Lehre bei Bürgerbräu machte und 2002 seinen Meisterbrief erhielt. Gemeinsam mit Nils Heins, der sich um das Geschäftliche und den Vertrieb kümmert, entwickelten sie das Konzept für die Bauerei. Mit der Bank wurden sie sich bald einig, doch die Verwaltung kam nicht aus dem Knick. Am 23. Oktober 2009 wurde dann endlich der erste Sud gefahren. In einem Teil der alten Kindl-Brauerei ließen sie eine komplett neue moderne Brauanlage installieren, von der alten Kindl-Brauerei benutzen sie nur die Abwasserdruckleitung. Ihr Bier liefern sie in den Varianten hell, rot und Weizen ausschließlich als Fassbier an ca. 30 Kneipen, Restaurants und Hotels in Berlin und ein Hotel im Spreewald.

Wilko Bereit und Nils Heins vor ihren Braukesseln.Foto: kb

Am Freitag und Samstag Abend schenken sie ihr Bier direkt vor Ort aus, wobei die Gäste auch einen Blick in die Brauerei werfen können. Wie hervorragend dieses Bier mundet, zeigte sich beim Besuch der Kiez und Kneipe in der Brauerei. Sogar  zwei begeisterte Weintrinkerinnen waren von der Kostprobe Rollberg rot derartig begeistert, dass sie versprachen, bald wiederzukommen.

Kopfstand auf zwei Männern

Petra Roß besuchte achtundachzigjährige Artistin

»Einmal in der Woche ins Fitnessstudio, das muss sein«, erklärt die 88-jährige kleine Frau, die mit beachtlich forschem Schritt unterwegs ist. Die Artistin hat alle Zirkusse Europas gesehen. Während der Saison von April bis Oktober war sie immer mit ihrer Artistengruppe unterwegs, im Winter nahm die Gruppe Engagements in Varietes an. Gerne war sie im Friedrichstadtpalast, um ihr Kunststück, das sonst keiner schaffte, zu zeigen. Auf einer sechzehnstufigen Leiter balancierte sie kopfüber auf den übereinander stehenden beiden Kollegen.

Balanceakt auf der Leiter – Frau Böhmer steht Kopf.Foto: Karl Leher

Bereits im Alter von vier Jahren begann ihr Training. Der Vater, auch Artist, gestattete keine überflüssigen Spielchen mit Freundinnen, nein, es wurde hart gearbeitet. So bestimmte Training und Schule ihr Leben, bis sie mit zwölf Jahren den ersten Auftritt mit ihrem Vater hatte. Damit stand ihre Zukunft als Artistin endgültig fest, vorstellen konnte sie sich schon damals keinen anderen Beruf.
Es kam wie es kommen musste. Eines Tages lernte sie den Mann ihres Herzens kennen, es wundert nicht, dass auch er Artist war und die Heirat war beschlossene Sache. Es wurde eine neue Artistengruppe gegründet, drei Männer, einer davon der Gatte und sie als Perle und Höhepunkt mit der Spezialität auf dem menschlichen Turm auf dem Kopf zu stehen. Als die Ehe nach zehn Jahren aufgelöst wurde, blieben sie trotzdem Kollegen. »Unter Artisten muss man vertrauen können, da gilt es Privates von der Arbeit zu trennen«. Und schon klagt Frau Böhmer darüber, dass die »Privaten«, damit sind die Menschen gemeint, die nicht zum fahrenden Volk gehören, nicht ehrlich sind, man sich nicht auf sie verlassen kann. Natürlich nicht alle, aber einige schon.
Frau Böhmer wäre keine echte Artistin, wenn es nicht auch Unfälle gegeben hätte. Das Schlimmste, das ihr passierte, war ein Armbruch. Trainiert wurde weiter und wenn die Schmerzen zu heftig waren und sie darüber klagen wollte, gab es den geflügelten Spruch »Hab dich doch nicht so«, die Arbeit ging weiter. Bis zu vier Jahren probierte die Gruppe an einem Kunststück, denn vor dem Publikum wollte man sich keinen Patzer erlauben.
Die großen politischen Ereignisse berührten das Leben der Neuköllnerin in keiner Weise. Während des dritten Reichs traten die Künstler an der Front vor Soldaten auf, der spätere eiserne Vorhang war für Artisten durchlässig.
Die Frage, ob sie jemals davon geträumt habe, ein bürgerliches Leben zu führen, beantwortet Frau Böhmer mit einem klaren Nein. Sie hat sich nie etwas anderes vorstellen können, als Artistin zu sein.

Am Anfang war das Wasser

Neben Brot, Heizung und Strom gehört die Wasserversorgung zu den Grundbedürfnissen der Berliner.
Am 13. Februar fand der Volksentscheid über den Gesetzentwurf zur Offenlegung der Wasserverträge statt.  Rund 2,5 Millionen Berliner waren aufgerufen, an der Wahl teilzunehmen. Der Volksentscheid ist dann erfolgreich, wenn mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten zustimmt und er ist bindend.  Diese Quote war mit der Auszählung   für das

Volksentscheid - Wasser
Die Machtinstrumente – Der Wähler entscheidet über Gesetze.Foto: fh

vorläufige Wahlergebnis um 20 Uhr 30 erreicht.

Erreicht ist nun, dass alle Verträge und Nebenverträge offengelegt werden und rückgängig gemacht werden müssen, wenn sie nicht im Sinne dieses Gesetzes abgeschlossen   und offengelegt wurden. Das allerdings wird nicht so einfach gehen, denn wie kann ein Bürgerentscheid  die Unterzeichner zwingen, bereits geschlossene Verträge wieder rückgängig zu machen? Da hat dann das Bundesverfassungsgericht noch ein Wörtchen mitzureden.
Und ob es im Interesse der privaten Investoren von Veolia und RWE ist, mag mehr als fragwürdig sein. Die haben nämlich so gut an den Berlinern verdient, weil sie in Sachen Wasser die Preise auf bundesdeutsches Spitzenniveau getrieben haben.
Die Berliner Wähler haben dem Senat gezeigt, dass sie mit seiner Geheimniskrämerei nicht einverstanden sind und mehr Transparenz in der Politik fordern.
Interessanterweise kommen die Berliner auf die Beine, sobald es um das Thema Wasser geht. So war das Bürgerbegehren »Spreeufer für alle«, auch wenn dieses auf Bezirks­ebene war, ebenfalls erfolgreich.  ro

Mubarak ist weg

Ägypter und andere Araber feiern den Erfolg der friedlichen Revolution in Neukölln

Der ägyptische Perkussionist Mahmoud Fadl hat schon mehrere CDs veröffentlicht, auf vielen Festivals gespielt und lebt seit 1979 mit kleinen Unterbrechungen in Neukölln. Derzeit beschäftigt ihn aber die Revolution in Ägypten mehr als seine Musik. Er freut sich, dass der Mut und das Engagement der überwiegend jugendlichen Demonstranten der Diktatur Mubaraks ein Ende gesetzt hat. An diesem historischen Tag, dem 11.2.2011, hat Mubarak die Macht abgegeben und ist geflüchtet. Mahmoud Fadl hat mit vielen Ägyptern aber auch  anderen in Neukölln lebenden Arabern den Erfolg der friedlichen Revolution gefeiert.

Ägypter in Neukölln – Mahmoud Fadl. Foto: privat

Die Revolution kam für Fadl nicht überraschend, seit Jahren gärte es unter der Oberfläche. Gut ausgebildete junge Leute fanden keinen Job und lebten oft bis zum Alter von 35 Jahren bei ihren Eltern in beengten Wohnverhältnissen. Nur die Günstlinge Mubaraks bekamen die guten Positionen in Staat und Wirtschaft. Fadl hat bei seinen jährlichen Besuchen in Ägypten selbst die Polizeigewalt erlebt und wurde ohne Angabe von Gründen verhaftet und geschlagen.
Mubarak ist weg, aber die Demonstranten werden den Tahrir-Platz trotzdem nicht verlassen, bis all ihre Forderungen erfüllt sind: Pressefreiheit, Freie Wahlen, Freiheit der politischen Gefangenen und Abschaffung der Militärgerichte für Zivilisten.
Es ist noch viel zu tun, bis es wirklich eine echte Demokratie in Ägypten gibt, aber der erste Schritt ist getan. Das Selbstbewusstsein des ägyptischen Volkes kann nicht mehr gebrochen werden. Fadl ist sehr stolz auf die ägyptische Jugend, die das Internet nicht nur zum Chatten benutzt, sondern vor allem, um ihre politischen Forderungen durchzusetzen. Damit hat sie wesentlich zum Sturz des Diktators Mubarak beigetragen.

Maskierte überfallen Lokal

Drei maskierte Täter haben gestern Abend ein Lokal in Neukölln überfallen. Gegen 19 Uhr betrat das Trio das Lokal in der Niemetzstraße und begab sich in den hinteren Bereich, wo ein 32-jähriger Angestellter gerade die Toiletten reinigte. Unter Vorhalt eines Messers sowie einer Pistole zwangen die Räuber den Mann dazu, die Geldkassette herauszugeben. Mit dieser sowie dem Handy des Opfers flüchteten die Kriminellen. Der 32-Jährige blieb unverletzt. Ein Raubkommissariat ermittelt.

Säugling bei Verkehrsunfall mit Bus verletzt – Berlin.de

Säugling bei Verkehrsunfall mit Bus verletzt

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Bus und einem „BMW“ verletzten sich gestern Nachmittag in Neukölln zwei Fahrgäste und ein Säugling. Gegen 15 Uhr 40 fuhr der 56-jährige Fahrer der Buslinie M 41 an dem Pkw vorbei, der zwecks Parkplatzsuche langsam die Sonnenallee in Richtung Hermannplatz entlang fuhr. Plötzlich scherte der 70-jährige „BMW“-Fahrer mit seinem Wagen nach links aus und kollidierte mit dem Bus, wodurch zwei Männer im Alter von 29 und 39 Jahren zu Fall kamen. Die erlittenen Prellungen wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. Außerdem fiel ein unbekannter Fahrgast auf einen Kinderwagen, in dem sich ein drei Monate alter Säugling befand. Der Kleine kam zur Beobachtung in eine Klinik.

von Neuköllnern für Neuköllner