Archiv der Kategorie: Sport

Sport

Kneipenfußballturnier

Liebe Fußballfreund*innen

nach 3 Jahren wollen wir am Sonntag, den 3. Juni von 12:00 – 18:00 im Werner-Seelenbinder-Sportpark, Oderstraße 182 ein Kneipen Fußballturnier (Kleinfeldturnier) organisieren. Die Spieldauer pro Partie beträgt 2 x 10 Minuten.
Dazu braucht es Mannschaften. Habt Ihr Lust und könnt ihr Euch vorstellen ein Team (6+1) aus Personal und Gästen für das Turnier zu stellen?
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns bis zum 14. Juni eine Rückmeldung geben könntet, damit wir weiter planen können.
Wir freuen uns auf viele Zusagen.
Anmeldungen unter: info@cafelinus.de
Liebe Grüße
Bernd vom Laidak und Andrea vom Café Linus

Schritt zurück nach Neukölln

Der »SV Tasmania« steigt nach einem Jahr wieder ab – mit zumindest einem positiven Nebeneffekt

Lange genug Zeit hatte man ja, sich geistig darauf vorzubereiten: Nach 16 Partien mit nur einem einzigen Punktgewinn (und 18 ohne Sieg) war der »SV Tasmania« am letzten Aprilsonntag im Heimspiel gegen den »FC Eilenburg« zum Siegen verdammt, um überhaupt die minimale Chance auf den Klassenerhalt weiter aufrecht zu halten. Doch dieses Siegen haben die Neuköllner eben verlernt – das zeigte sich selbst gegen den limitierten Mitaufsteiger aus Sachsen, der eine Stunde gegen eine verunsicherte Mannschaft von Tasmania ohne größere Mühe mit 1:0 in Führung lag. Erst mit einem Tor der Marke »Zufallstreffer« gelang Gündogdu dann doch der Ausgleich – und plötzlich lief der Ball beim Team von Trainer Franke.

Ästhetische Beinfreiheit.Foto: Hagen Nickelé

Doch nun offenbarte sich das nächste Manko: Die Abschlussschwäche. Selbst aus fünf Metern Entfernung schoss Bier bei der besten Chance den Ball noch über das Tor – und als sei das noch nicht genug, gelang den Gästen dann kurz vor Schluss sogar noch das Siegtor. Dabei hatte der Eilenburger Verteidiger den Ball schlicht hinten rausgeschlagen, doch Tas­manias Abwehr überbot sich an Stellungsfehlern, und am Ende schob der gegnerische Angreifer den Ball ins leere Tor. Schritt zurück nach Neukölln weiterlesen

Unaufhaltsam abwärts?

Der »SV Tasmania« stößt in der Regionalliga an seine Grenzen

 

Der sportliche Abwärts­trend war in jeder Hinsicht erkennbar: Elf Spiele ohne Sieg, dabei nur zwei Unentschieden und nur in einer dieser Partien überhaupt ins Tor des Gegners getroffen. So rutschte der »SV Tasmania« nach dem rückblickend so noch viel sensationeller anmutenden 2:1-Sieg gegen »Energie Cottbus« Ende Oktober von Platz 14 der Regionalliga Nordost mit seither nur zwei geholten Zählern mittlerweile auf den 19. (und damit vorletzten) Rang ab – und ist aktuell wohl der heißeste Abstiegskandidat.

Widrige Umstände.          Foto: Hagen Nickelé

Von Beginn an war dabei zwar klar, dass der Klassenerhalt mit den »Feierabendfußballern« ganz schwierig werden würde: Trainer Abu Njie hatte dazu vor der Spielzeit den Vergleich des Schlauchboots auf dem Ozean gewählt. Unaufhaltsam abwärts? weiterlesen

Der »Leuchtturm« zu Neukölln

Kooperation von »Sport-Club Lebenshilfe« und »SV Tasmania«

Die 1. Herrenmannschaft des »SV Tasmania« ist gerade erst am letzten Wochenende im Januar gegen »Chemie Leipzig« (Ergebnis: 0:1) in das zweite Halbjahr der Regionalliga Nord­ost gestartet. In diesem Monat stehen dabei noch Heimspiele gegen »Lichtenberg 47« (02.02.), »BFC Dynamo« (11.02.), und »Carl Zeiss Jena« (27.02.) auf dem Programm. Austragen müssen die Neuköllner diese jedoch weiterhin im Stadion Lichterfelde, da sich beim Umbau im heimischen »Werner-Seelenbinder-Sportpark« noch nichts getan hat.

Spaß an gelebter Inklusion bei allen Beteiligten       .Foto: SCL

Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten: So arbeitet Tasmania abseits des Leistungs- und ambitionierten Freizeitsports im Herren- und Jugendbereich nun auch am Aufbau einer Fußballgruppe mit inklusivem Hintergrund. Schon Ende Oktober nahm ein gemeinsam mit dem »SCL Sport-Club Lebenshilfe Berlin« (SCL) aufgestelltes Team am Fußball-Freunde-Cup (Schirmherrin: Sepp-Herberger-Stiftung des DFB) teil. Der »Leuchtturm« zu Neukölln weiterlesen

Ketchup-Effekt ohne Krönung

Torflaute beendet – Punkte gab es dafür aber wieder nicht

Es lief die 53. Spielminute – der »imaginäre Zeitmesser« aber hatte längst die Zehn-Stunden-Marke überschritten: So lange war der »SV Tasmania« in der Regionalliga Nordost ohne eigenen Torerfolg geblieben. Mit all den damit verbundenen Nebengeräuschen – heißt: Gewinnen ist erst mal nicht, und zumindest einen Punkt gibt’s eben auch nur, wenn die Abwehr hinten dicht hält. Schwer genug für den Aufsteiger: So sollten am Ende nur zwei Pünktchen aus den letzten sieben Spielen des Jahres 2021 gelingen.

Der Kampf ums Tor.      Foto:Hagen Nickelé

Auch zum Abschluss bei der zweiten Mannschaft von »Hertha BSC« sprach nichts dafür, dass »Tas« wenigstens den Torfluch würde beenden können. Die Gastgeber führten nach nicht mal einer Viertelstunde bereits 2:0 – und auf der anderen Seite hatte der mutterseelenallein auf den gegnerischen Torwart zulaufende Nigel Bier den zwischenzeitlich möglichen Ausgleich verpasst. Aber: aufgeben ist nicht. Ketchup-Effekt ohne Krönung weiterlesen

Neuköllner Achterbahn

Sieg gegen »Energie Cottbus« und Niederlage gegen »FC Eilenburg«

Zum ersten Mal trafen die beiden Ex-Bundesligisten in ihrer Historie aufeinander – doch die Rollen zwischen dem »SV Tasmania« und »FC Energie Cottbus« waren am vorletzten Oktober-Wochenende klar verteilt.

Kampf ums Tor.       Foto: Hagen Nickelé

Der Gast aus der Lausitz kam zwar nur als Tabellen-Achter ins Stadion Lichterfelde, spielte vor zwei Jahren aber noch in der dritten Liga. Dazu war die Mannschaft des Ex-Bundesligaprofis Claus-Dieter »Pele« Wollitz seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen. »Tasmania« hingegen wartete seit dem 1. September auf den dritten Sieg in der Regionalliga Nord­ost 2021/22. Doch das »kleine Wunder« sollte den Neuköllnern gelingen – und das hatte durchaus damit zu tun, dass der Aufsteiger aus den zahlreichen Lektionen zuvor etwas gelernt hatte. Neuköllner Achterbahn weiterlesen

Neuköllner Eichhörnchen

Im Alltag der Regionalliga will jeder Punkt hart erarbeitet sein

Wie die Eichhörnchen im Herbst einen Vorrat an Nüssen anlegen, so sollten dies tunlichst auch die sogenannten »Kellerkinder« der Fußball-Welt bezüglich ihrer Punktzahl tun. Darum geht es derzeit auch beim »SV Tasmania« – nach zwei Aufstiegen seit dem Jahr 2019 bis in die Regionalliga Nordost wird die Luft dort in sportlicher Sicht zwangsläufig dünner.

Beinbalett mit Ball.        Foto: Hagen Nickelé

Der September sollte sich dabei als durchwachsener Monat aus Sicht des hochklassigsten Neuköllner Fußballvereins entpuppen. Nach der »Dürre« des Augusts waren die drei Punkte gegen Abstiegskandidat »VfB Auerbach« mit dem 3:1-Erfolg ebenso schwer erkämpft wie wohltuend. Neuköllner Eichhörnchen weiterlesen

Ernüchterung statt Euphorie

Aufsteiger »SV Tasmania« macht die Regionalliga zu schaffen

Zwei Aufstiege seit 2019 – das ist eine stolze Bilanz für den »SV Tasmania«. Doch auch wenn man gewarnt war, dass in der Regionalliga Nordost die Ansprüche sportlich wie organisatorisch noch einmal deutlich anwachsen würden, kann man nicht verleugnen, dass bei den Neuköllnern in der Praxis mittlerweile die Euphorie einer gewissen Ernüchterung gewichen ist. Sicher, dass man nicht im heimischen »Werner-Seelenbinder-Sportpark« würde spielen können, solange der nicht ligatauglich umgebaut worden ist, war im Vorhinein bekannt. Die ersten »Heimspiele« in Charlottenburg (Mommsenstadion) bzw. Lichterfelde erfüllten allerdings die Hoffnungen auf einen ordentlichen Besuch nicht gerade. Dazu muss man an den noch ungewohnten Spielorten erhöhte Organisationsanforderungen erfüllen – und muss, zu schlechterletzt, auch noch einen großen Teil der Einnahmen für Catering und Miete abgeben.

Am Limit: Trainer Njie (4. v. l.) und seine Schützlinge.      Foto: ©Hagen Nickelé

Sportlich ließ es sich dagegen gut an: In der »Englischen Woche« zu Saisonbeginn blieb man als Neuling ungeschlagen (ein Sieg, zwei Unentschieden). In der Folge jedoch, wie es bei Statistiken bisweilen so ist, mutierte die ursprünglich positive Serie zu einer negativen: Sieben Spiele ohne Sieg hieß es plötzlich nach der achten Runde Ende August – das Programm binnen vier Wochen forderte seinen Tribut. Ernüchterung statt Euphorie weiterlesen

Punkte trotz Wirrwarr

Der »SV Tasmania« muss zu Saisonbeginn noch mal umziehen

»Immer schön spontan bleiben« hieß die Devise zum Auftakt der Regionalliga Nord­ost für den »SV Tas­mania«. Bekanntlich können die Neuköllner nicht im heimischen »Werner-Seelenbinder- Sportpark« spielen, bis dieser ligatauglich umgebaut worden ist. Als Ausweichspielort war vor Saisonbeginn das Stadion Lichterfelde benannt worden – so weit, so gut.

Torjubel gegen Babelsberg.     Foto: Hagen Nickelé

Als die Verantwortlichen des Vereins und des Nordostdeutschen Fußball-Verbands (NOFV) dort planmäßig vier Tage vor der ersten Partie zur Spieltagsbesprechung zusammentrafen, fanden sie den Ostpreußendamm im Bereich des Stadions jedoch auf einen Kilometer aufgerissen vor. Das Bauamt hatte eine dringend notwendige Ausbesserung der Fahrbahn begonnen, ohne allerdings etwaige Behinderungen mit einzuplanen. Die NOFV-Vertreter befanden daraufhin, dass die Austragung des ersten Tasmania-Heimspiels in Lichterfelde nicht möglich sei – aufgrund etwa fehlender Zufahrtsmöglichkeiten für Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge. Da ein Heimrechttausch beziehungsweise eine Absage dringend vermieden werden sollte, musste in Windeseile ein neuer Austragungsort gefunden werden. Punkte trotz Wirrwarr weiterlesen

Training auf der Autobahn

Neuköllner proben in der Vorbereitung schon mal den »Ernstfall«

Abu Njie ist einer, der nichts dem Zufall überlässt – und so organisierte der Trainer des »SV Tasmania« in der Vorbereitung zur neuen Saison ein Testspiel bei »Kickers Emden«. Neben den durchweg lokal geprägten Gegnern in der Trainingsphase also ein Kontrahent, der deutlich aus dem Rahmen fiel. Doch eben mit Bedacht gewählt: Denn einmal sollte es eben eine weitere Anreise zu einem Spiel geben.

Tasmanias Teambus.    Foto: ©SV Tasmania

Von daher hätte es theoretisch wohl auch gegen die Offenbacher oder Stuttgarter Kickers gehen mögen – aber zum Trainer eben jener Kickers aus der ostfriesischen Seehafenstadt pflegt Njie aus eigenen Spielerzeiten einen persönlichen Kontakt. Der Plan dahinter: Um sein Team an die nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nordost noch weiteren Auswärtsfahrten zu gewöhnen, wollte der Trainer seine Schützlinge wenigstens einmal den Ernstfall testen lassen. Das bedeutete Ende Juni, mit dem Mannschaftsbus in gebotener Frühe von Neukölln in Richtung Emden zu starten, nachmittags dort zu spielen – und abends wieder zurück in die Hauptstadt zu kutschieren. Also hin und zurück gut 1.000 Kilometer Autobahn, und dazwischen 90 Minuten Fußball spielen. Training auf der Autobahn weiterlesen

Vorübergehend verzogen

Der »SV Tasmania« trägt erste Heimspiele in Lichterfelde aus

Tasmanias Bier.        Foto: Hagen Nickelé

Nachdem der »SV Tasmania« vom »Nordostdeutschen Fußball-Verband« (NOFV) infolge des coronabedingten Saisonabbruchs der NOFV-Oberliga Nord zum Aufsteiger in die Regionalliga Nordost erklärt worden war (siehe letzte KuK-Ausgabe), nahmen die Planungen an der Oderstraße umgehend intensivere Formen an. Denn: Höhere Liga – höhere Anforderungen. Mit dem Bezirk hatte man schon länger über die möglichen Bedingungen eines Umbaus des Werner-Seelenbinder-Sportparks verhandelt – einige Vorarbeiten waren vom Verein mit Hilfe Freiwilliger bereits erledigt worden. Im Fall der vorgeschriebenen Abzäunung des Spielfelds sowie der Absicherung des Gästezugangs inklusive Errichtung von Sanitär- und Cateringbereich für Auswärtsfans musste aber das Amt für Kosten und Durchführung aufkommen. Nach erfolgter Genehmigung stellte sich jedoch alsbald heraus, dass die Arbeiten nicht vor Saisonstart abgeschlossen sein würden – damit wird der »SV Tasmania« zum Leidwesen seiner Fans die ersten Heimspiele an anderer Spielstätte austragen müssen. Vorübergehend verzogen weiterlesen

Aufstieg in der »Nachspielzeit«

Der »SV Tasmania« darf in der Regionalliga Nordost starten

Am Ende war es doch nichts für schwache Nerven: Mitte April wollte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) auf der Sitzung des Präsidiums über die endgültige Regelung zu Auf- und Abstieg in der Regionalliga Nordost beziehungsweise der beiden Oberligen entscheiden. In der dortigen Nord-Staffel stand mit dem »SV Tasmania« zum Zeitpunkt des Abbruchs im November 2020 ein Neuköllner Verein an der Tabellenspitze – und hatte nun die Aussicht, den Aufstieg in die Regionalliga Nord­ost vom Fußballverband quasi gewährt zu bekommen.

So hätte es wohl ausgesehen, wenn man hätte können, wie man hätte wollen… Foto: Hagen Nickelé

Doch es hatte im Vorfeld viele Diskussionen und auch verwaltungstechnische Probleme zu bedenken gegeben. Eine der vielen Fragen: Ist es »gerecht«, wenn eine Mannschaft den Aufstieg zugesprochen bekommt, die gerade mal neun von 32 Saisonspielen absolviert hat? Aufstieg in der »Nachspielzeit« weiterlesen

In der Warteschleife

Tabellenführer »Tasmania« muss zweigleisig planen

Vor Beginn der Spielzeit 2020/21 in der NOFV-Oberliga Nord bat Abu Njie seine Schützlinge besonders früh zum Übungsstart. Der Trainer war ja erst im Januar 2020 zum »SV Tasmania« zurückgekehrt, und die Spieler sollten seine Methodik besser kennenlernen. Vom Start weg sollte die Mannschaft dazu körperlich voll auf der Höhe sein – und der Plan ging sogar besser auf als erwartet: Mit sieben Siegen legte »Tas« los wie die Feuerwehr. Ausgerechnet vor dem Topspiel bei Verfolger Greifswalder FC (mit vier Punkten Rückstand auf Platz 2) Anfang November kam es dann aber wieder zum Stillstand aufgrund der Coronapandemie.

Seit November 2020 beschäftigungslos – die Anzeigetafel im Werner-Seelenbinder-Sportpark. Foto: Hagen Nickelé

Die Ligaunterbrechung wurde inzwischen mehrfach verlängert, sodass die Fortsetzung der Spielzeit mittlerweile mehr als unrealistisch erscheint. In der Warteschleife weiterlesen

Ball ruht – Spende fließt

Benefizaktion des »NSF Gropiusstadt«

Der »NSF Gropiusstadt» ist einer von 19 in Neukölln ansässigen Fußballvereinen. 1907 als »JC Rixdorf« gegründet, kann er somit auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblicken. Aufgrund der Corona- Pandemie ruht auch hier weiterhin der Ball, was die Vereinsführung jedoch nicht daran hinderte, etwas für das Allgemeinwohl zu tun.

Ein Scheck für Ricam.    Foto: NSF

Bis zum Weihnachtsfest 2020 sollte eine Benefiz­aktion Spendengelder für das gemeinnützige, im Bezirk ansässige »Ricam Hospitz« generieren. Das eröffnete in Neukölln 1998 als erstes seiner Art in Berlin. Als Spendenanreiz gedacht, sollte auch der Erlös aus einer gleichzeitigen Trikot-Versteigerung mit einfließen. Zu Gebot standen zwei signierte Trikots des Nationalmannschaftsspielers Antonio Rüdiger. Ball ruht – Spende fließt weiterlesen

Medienhype für Tasmania

Viel »Fame« für Neuköllns Bundesliganachfahren

»Jetzt fehlt eigentlich nur noch der »Emsländer Bote««, kommentierte die Instagramseite des Vereins irgendwann im Dezember die Flut an Medienanfragen, die über den »SV Tasmania« hereingebrochen war. Neben zahlreichen Auftritten in den gängigen Fernsehkanälen war der Nachfolgeverein des legendären »SC Tasmania 1900« vor allem in der Presse gefragt – auch international, von Australien über China bis in die USA.

Ein Hoch auf TAS.     Foto: Munzlinger

In der Bundesligasaison 1965/66 hatten diese als Aufsteiger mit Halbprofis im Oberhaus einige Negativrekorde aufgestellt: Unter anderem blieb man dabei 31 Spiele in Folge ohne Sieg. Eine Marke für die Ewigkeit, da war man sich bis vor Kurzem unter Fußballexperten noch sicher – doch der »FC Schalke 04« brachte diesen Rekord im Dezember/Januar tatsächlich ernsthaft in Gefahr. Das Siegen verlernt hatten die »Königsblauen« dabei schon in der letzten Saison – und je mehr sie sich Tasmanias Allzeitbestmarke näherten, um so größer das öffentliche Interesse am heutigen Oberligisten (wurde 1973 als Nachfolger des bankrotten »SC 1900« gegründet) und den Bundesligahelden von damals. Der frühere Kapitän »Atze« Becker, inzwischen 82 Jahre alt, absolvierte in diesen etwa acht Wochen jedenfalls einen wahren Medienmarathon, erteilte aber stets höflich und mit einem Augenzwinkern Auskunft. Medienhype für Tasmania weiterlesen

Zwischen Stillstand und Aufbruch

Beim »SV Tasmania« ist einiges in Bewegung gekommen

Ganze 15 Pflichtspiele absolvierte die »1.  Herren« des »SV Tasmania« im Jahr 2020. Keine Frage: Für Verantwortliche, Spieler und Fans der Neuköllner war das rein quantitativ viel zu wenig Kick – doch da ging es den Blau-Weiß-Roten natürlich wie allen anderen Vereinen im Amateurfußball. Zweimal sorgte die Entwicklung der Coronapandemie für Unterbrechungen – aus der ersten im März wurde dann sogar ein Abbruch der Saison 2019/20. Zu diesem Zeitpunkt stand Tasmania als Neuling jenseits von Gut und Böse auf dem 10. Platz, der Aufwärtstrend seit Beginn des zweiten Halbjahrs im Februar war jedoch unverkennbar.

Aufstieg in 2021. Foto: Hagen Nickelé

Sieben Punkte aus drei Begegnungen – auch die Folge eines Umbruchs zum Jahreswechsel: Detlef Wilde, Vorsitzender seit über 20 Jahren und bereits jenseits der 70, gab die Geschicke des Vereins weiter. Der designierte Nachfolger Almir Numic spuckte sogleich in die Hände, Zwischen Stillstand und Aufbruch weiterlesen

Warten auf … Greifswald

Der »Showdown« findet vorerst nicht statt

Lange hatten die Fans dem Topspiel der NOFV-Oberliga Nord entgegengefiebert: Das Duell zwischen dem »Greifswalder FC« und dem »SV Tasmania« am 1. November in der Hansestadt versprach bereits einen Fingerzeig Richtung Meisterschaft. Dabei hatten die Neuköllner mit ihrem perfekten Saisonstart den Greifswaldern ihren Favoritenstatus quasi abgeknöpft – sieben Siege legte die Mannschaft von Abu Njie vor, der Widersacher folgte mit vier Punkten Rückstand.

Kopflos erscheint hier zwar ein Rostocker, doch dieses Attribut traf im Spiel vor allem auf Tasmania vor dem gegnerischen Tor zu.     Foto: Hagen Nickelé

Doch Tasmanias Trainer mahnte weiterhin, sein Team sei zwar »Spitzenreiter, aber noch kein Spitzenteam« – dafür wurde ihm Tiefstapelei vorgeworfen. Mitte Oktober gab es dann aber den ersten Dämpfer beim 2:3 in letzter Minute bei »Hertha 03« in Zehlendorf. Eine Woche später verlor der Tabellenführer dann zuhause gegen den Aufsteiger »Rostocker FC« mit 1:3. Nur gut, dass die Greifswalder parallel ebenfalls zweimal patzten – der 4-Punkte-Vorsprung blieb Tasmania vor der Fahrt nach Vorpommern also erhalten. Die Vorzeichen hatten sich inzwischen jedoch etwas verändert – eher nach dem Motto: Welches der beiden Topteams findet im direkten Aufeinandertreffen wieder zurück in die Erfolgsspur? Warten auf … Greifswald weiterlesen

Sachter Jubel für den Spitzenreiter

Tasmania baut seine Siegesserie in der Oberliga aus

Für Außenstehende mag sich die Szenerie etwas seltsam dargestellt haben: Da hatte der »SV Tasmania« gerade nach einer turbulenten Schlussphase auch sein fünftes Punktspiel der Saison mit 3:1 gegen »Stern 1900« gewonnen – doch die Anhänger konnten von der Mannschaft nach Schlusspfiff nur zu einem sachten Jubel animiert werden.

Neukölln steht Kopf: Tasmanias Dominik Böttcher feiert sein Tor zum 2:0-Sieg bei Blau-Weiß 90.     Foto: Hagen Nickelé

Auch während der Partie keine Anfeuerungen aus der Ecke, wo die »Tasmanischen Teufel« stehen – lediglich Fahrrad- und Luftpumpenhupen, Rasseln und Trommeln sowie hin und wieder Klatschen. Doch die Fans der Blau-Weiß-Roten halten sich eben an die bestehenden Regeln, wonach Gesänge in beieinander stehenden Gruppen nicht erlaubt sind.
Beim 3:0-Heimsieg gegen den »Brandenburger SC Süd« hatte das bereits Ende August zu der bizarren Konstellation geführt, dass die Gäste von einem mitgereisten kleinen Ultra-Block über 90 Minuten angefeuert wurden (im Bundesland Brandenburg gilt das Verbot bei Fußballspielen nicht) – während auch hier die Mannschaft Tasmanias ohne diese Form der Unterstützung blieb. Kein Wunder, dass die (wieder mal nicht einheitliche) Regelung nicht nur in Neukölln, sondern auch bei anderen Berliner Vereinen, die überregional spielen, für Verärgerung sorgt. Sachter Jubel für den Spitzenreiter weiterlesen

Grüße von der Tabellenspitze

Der »SV Tasmania« startet erfolgreich in die neue Spielzeit

Es war keine Kulisse, die dem sportlichen Anlass im Neuköllner »Werner-Seelenbinder-Sportpark« gerecht werden konnte: Mitte August startete die NOFV-Oberliga Nord in die Saison 2020/21 – und in Berlin mussten die Spiele im Gegensatz zu den anderen zugehörigen Landesverbänden des Nordostdeutschen Fußball-Verbands ohne Zuschauer ausgetragen werden. Ist gegen Hygienebestimmungen beziehungsweise -auflagen dabei nichts einzuwenden, so bleibt eben die nicht-einheitliche Regelung schwer nachvollziehbar. Wie dem auch sei: Der »SV Tasmania« eröffnete jedenfalls die Spielzeit in seiner während der Corona-Fußballpause in Eigenregie verschönerten Heimstätte ohne Besucher.

In der Klemme: Während der umkämpften Partie beim SC Staaken geriet auch das Spielgerät hin und wieder unter Druck.    Foto: Hagen Nickelé

Mannschaft und Trainer musste die fehlende Unterstützung jedoch egal sein – ein gelungener Start in die Saison ist schließlich das A und O, da zum Ende der Vorbereitung stets Ungewissheit herrscht, wie weit man denn nun tatsächlich ist. Vom Kontrahenten »Hertha 06« aus Charlottenburg war durchgedrungen, dass er längst noch nicht so weit ist mit seiner Kaderplanung. Die Neuköllner hatten jedoch bei den letzten Aufeinandertreffen 2015 und 2019 jeweils fünf Tore kassiert – ein bisschen Respekt war also schon im Spiel. Grüße von der Tabellenspitze weiterlesen

»Stell dir vor, es ist Neukölln-Derby…«

Geisterspiele noch bis 21. August

Berliner Senat und Fußballverband bilden bundesweit die Nachhut bezüglich der Zulassung von Publikum bei unterklassigem Fußball – der aktuelle »Kompromiss« hätte unschöne Folgen unter anderem für den »SV Tasmania«.

… Und keiner guckt zu.    Foto: Hagen Nickelé

Das Interesse war groß am Neuköllner Derby – Ende Juli trafen der »SV Tasmania« und der »TSV Rudow« in einem Testspiel aufeinander. Doch am Ende blieben die Ränge leer. Streng genommen durfte man natürlich schon froh sein, dass der Ball angesichts der Coronavirus­pandemie überhaupt wieder rollt und der Startschuss in die neue Saison in den Spielklassen ab der Regionalliga abwärts im August wohl stattfinden kann. Schade um das Derby ohne Besucher war es aber schon – und auch ein wenig fragwürdig, weil Berlin als letzter Fußballverband in Deutschland dieser Regelung unterliegt. »Stell dir vor, es ist Neukölln-Derby…« weiterlesen

Applaus für die Sportfreunde

Die Spielzeit im Berliner Fußball wurde abgebrochen

Im März war der Spielbetrieb im Berliner Amateurfußball wegen der Coronakrise ausgesetzt worden – nun hat die Saison am 20. Juni auch ihr verwaltungsrechtliches Ende gefunden. Der »Berliner Fußball-Verband« (BFV) hatte zu diesem Termin im Rahmen eines außerordentlich einberufenen Verbandstags eine Abstimmung der Vereine anberaumt, wie mit der Spielzeit 2019/20 zu verfahren sei.

Nach der Abstimmung gab es bei den Sportfreunden sicher mehr als Wasser zu trinken. Foto: Hagen Nickelé

Erwartungsgemäß stimmte die Mehrheit für einen Abbruch unter Anwendung der Quotientenregel – ein Hilfsmittel, durch das Vereine mit unterschiedlicher Anzahl ausgetragener Spiele ins Verhältnis gesetzt werden können. So kam es etwa in der sechstklassigen Berlin-Liga, dass Tabellenführer »Stern 1900« aus Steglitz sich mit einem um 0,03 Punkte besseren Schnitt gegenüber »Sparta Lichtenberg« (in der »regulären« Tabelle drei Punkte und ein Spiel weniger) den Aufstieg sichern konnte. Applaus für die Sportfreunde weiterlesen

Vorbei, die Wilde-Zeit in Neukölln

Tasmanias Vorsitzender Detlef Wilde gibt den Staffelstab weiter

Tasmania – Vorstandswechsel. Links Almir Numic, rechts Detlef Wilde.        Foto: Hagen Nickelé

Während im Profibereich der Ball ohne Zuschauer in den Stadien wieder rollt und somit auch bei »Hertha BSC« und dem »1.FC Union«, ruht bei allen anderen Fußballvereinen der Hauptstadt weiterhin der Betrieb. Bis dato ist eine endgültige Entscheidung über den Umgang mit den laufenden Spielzeiten weder in den beiden überregionalen Ligen des Nordostdeutschen Fußball-Verbands (NOFV) mit Berliner Vertretern getroffen worden, der Regionalliga Nordost beziehungsweise Oberliga Nord, noch in den Hauptstadtklassen ab der Verbandsliga abwärts. Vorbei, die Wilde-Zeit in Neukölln weiterlesen

Frühjahrsputz gegen die Tatenlosigkeit

»Tasmania« renoviert im Werner-Seelenbinder-Sportpark

Im Berliner Amateurfußball ruht aufgrund der Coronavirus-Pandemie nach wie vor das Spielgerät – und somit auch der Saisonverlauf bei den Aktiven. Anders als die Profis von »Hertha« und »Union«, die mit einer Ausnahmegenehmigung das Mannschaftstraining unter bestimmten Auflagen durchführen dürfen, müssen die Spielerinnen und Spieler der knapp 400 Amateurvereine in der Hauptstadt weiterhin aussetzen. Die Lockerung der Maßnahmen zum 21. April betrafen zwar auch die Öffnung der Sportanlagen, für Mannschaftssportarten gilt diese jedoch ausdrücklich und vernünftigerweise nicht.

 

SV Tasmania versucht, die anhaltende Unterbrechung des Ligabetriebs so gut wie möglich zu nutzen.   Foto: Hagen Nickelé

Der »Berliner Fußball-Verband« (BFV) ringt unterdessen gemeinsam mit den anderen Landesverbänden des »Deutschen Fußball-Bunds« (DFB) um eine Lösung, wie auf möglichst konforme Weise die unterbrochene Spielzeit zu einem sportlichen, aber dabei auch rechtssicheren Ende gebracht werden kann. Eine Entscheidung diesbezüglich wurde für Ende April (nach Redaktionsschluss) in Aussicht gestellt. Frühjahrsputz gegen die Tatenlosigkeit weiterlesen

Der unerwartet schwere Gegner

Reaktionen zwischen Arg- und Ratlosigkeit

Immerhin bis zum 12. März dauerte es, bis der Berliner Fußball-Verband (BFV) seinen Spielbetrieb für zunächst zehn Tage aussetzen sollte. Erst, als das Coronavirus gewissermaßen auch amtlich und unmittelbar in den Hauptstadtfußball Einzug gehalten hatte: Zwei Tage zuvor war nämlich öffentlich geworden, dass je ein Spieler eines Landesligavereins sich mit dem Virus infiziert hatte. Einer der beiden gehört der zweiten Mannschaft des »TSV Rudow« aus dem Süden unseres Bezirks an, woraufhin 22 Personen – Spieler und Trainer des Clubs – erst einmal in Quarantäne geschickt wurden.

Am 8. März verabschiedete Detlef Wilde (r.) noch Trainer Tim Jauer (l.) – acht Tage später musste seine eigene Verabschiedung dann ausfallen.   Foto: Hagen Nickelé

Die kommenden zwei Spiele der Mannschaft würden verlegt, stellte der BFV laut »Morgenpost« klar – und die »B.Z.« berichtete, dass die restlichen Rudower Teams den Trainingsbetrieb fortsetzen würden: »Der Rest des Vereins ist ja nicht betroffen und bis auf einen Spieler sind auch noch alle gesund«, zitierte das Boulevardblatt einen Vertreter des TSV. Was spätestens aus heutiger Sicht haarsträubend klingt, war zu diesem Zeitpunkt natürlich der Ahnungslosigkeit gegenüber dem Ausmaß der Epidemie geschuldet, die keiner der Beteiligten in dieser Form zuvor erlebt hat. Der unerwartet schwere Gegner weiterlesen

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Internationales Freundschafts­Jugendfußballturnier in Neukölln wird abgesagt

Am 8. Mai 2020 jährt sich der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 75. Mal. Erstmals ist dieser Tag in Berlin offizieller Feiertag.
Anlässlich dieses Gedenktags wollten der »BSV Grün-Weiss Neukölln 1950 e. V.« und der »TSV Rudow 1888 Berlin e. V.« ein zweitägiges Freundschafts-Jugendfußballturnier »Tournament of Peace« der Altersklasse U14/15 veranstalten. Eingeladen waren alle nationalen und internationalen Partnerstädte Neuköllns sowie Vertreter aus weiteren Ländern wie Polen, Weißrussland und Dänemark. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben weiterlesen

Zähe Angelegenheit

Der »SV Tasmania« wartet noch auf seinen ersten Sieg 2020

Schöne Rücken.      Foto: Hagen Nickelé

Das »neue« Jahr ging für den »SV Tasmania« – ganz nüchtern betrachtet – sportlich nicht besonders erfolgreich los: Im Viertelfinale um den Berlin-Pokal (der Sieger des Endspiels ist dritter Berliner Vertreter neben Hertha und Union im DFB-Pokal 2020/21) schied man Mitte Februar nicht ganz unerwartet gegen den eine Klasse höher spielenden »BFC Dynamo« aus. Zwar stellten die Neuköllner in der ersten Halbzeit das bessere Team, kamen aber nicht zum Torerfolg. Nach der Pause erhöhte der Regionalligist dann den Druck und erzielte schließlich sieben Minuten vor dem Ende das Tor des Tages. So wie im Endspiel 2015 hieß es also wieder: BFC – Tasmania 1:0. Zähe Angelegenheit weiterlesen

Winterfreude Schlittschuhlaufen

Wo Knackärsche übers Eis tanzen

Eiskunst in der Oderstraße.   Foto: jr

Schlittschuhlaufengehen – ein Wort aus unser aller Kindheit, doch zugefrorene Seen gibt es leider gerade nicht. Also muss eine künstliche Neuköllner Schlittschuhbahn herhalten – das Werner-Seelenbinder-Stadion. Das ist eine sehr eigene, berauschende Erfahrung: Kindern, die nicht fah­ren können, aber mit Vollspeed unterwegs sind, muss ausgewichen werden. Kleine, dicke Jungs, ältere Leute und andere zaghafte Menschen kleben an der Bande und trauen sich nur so halb aufs Glatte. Daneben drehen ambitionierte Menschen Pirouetten, andere trainieren ihre Knackärsche oder ähnliche Körperteile auf dem Eis, und der Rest isst Pommes. Jeden Tag mittags um eins wird die Eisbahn geschlossen und das Eis aufgefrischt, damit ab 15 Uhr alle wieder im Kreis fahren können. Die schönste Zeit ist kurz davor. Noch schöner ist, dass sich alle sozialen Schichten treffen, und das Rausschmeißerlied bleibt wohl auch gleich und heißt immer noch »Wer hat an der Uhr gedreht«

.jr

Trubel bei Tasmania

Tamtam um Trainerwechsel

Beim Hallenturnier der Berlin-Liga Anfang Januar war plötzlich ein Verein in aller Munde, der gar nicht teilnahm: der »SV Tasmania«. Der war schließlich im vergangenen Sommer Meister der höchsten Berliner Spielklasse geworden und in die Oberliga aufgestiegen. Dort haben die Neuköllner zwar bisher nicht unbedingt fleißig gepunktet, auf Platz 12 (von 16 Teams) aber noch alle Chancen auf den Klassenerhalt.

Trainergespann Abu (r.) und Momar Njie.    Foto: Hagen Nickelé

Um so merkwürdiger war auf den ersten Eindruck, dass eben an diesem Januartag eine Pressemitteilung des Vereins publik wurde, die einer­seits Erstaunliches zu vermelden hatte, andererseits aber auch Raum für Spekulationen zuließ. Und wer sich auch nur ein wenig im Berliner Amateurfußball rumtreibt, weiß, dass zu solch einem Anlass die Gerüchteküche richtig heiß läuft. Trubel bei Tasmania weiterlesen

»Tournament of Peace«

Internationales Jugendfußballturnier der Freundschaft

Am 8. Mai 2020 jährt sich der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 75. Mal. Erstmals ist dieser Tag in Berlin offizieller Feiertag.
Anlässlich dieses Gedenktags veranstalten der »BSV Grün-Weiss Neukölln 1950 e. V.« und der »TSV Rudow 1888 Berlin e. V.« ein zweitägiges Freundschafts-Jugendfußballturnier »Tournament of Peace« in der Altersklasse U14/15. Dazu sind alle nationalen und internationalen Partnerstädte von Neukölln eingeladen.

Jugend kickt für Völkerverständigug.    Foto: pr

Viele Partnerstädte aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Israel, den Niederlanden, Russ­land und Tschechien waren im Krieg durch das nationalsozialistische Regime und seine Gräueltaten Betroffene des Terrors. Mit dem Freundschafts-Turnier wird den jungen Menschen aus unseren Partnergemeinden symbolisch die Hand gereicht. Dazu sind auch Teams aus Italien und der Türkei eingeladen sowie eine Mannschaft aus Warschau, obwohl Neukölln keine Städtepartnerschaft zu einer polnischen Gemeinde unterhält. »Tournament of Peace« weiterlesen

Der Jo-Jo-Effekt des Aufsteigers

Beim SV Tasmania geht es im ersten Halbjahr sportlich auf und ab

Als Neuling in der NOFV-Oberliga Nord konnte man an der Oderstraße zum Saisonauftakt nach einer Niederlage und einem Sieg gegen die beiden Berliner Aufstiegskandidaten »Tennis Borussia« und »Hertha 03« eigentlich erst mal ganz zufrieden sein.

Die Klasse zu erhalten ist schwer.    Foto: Hagen Nickelé

Dann aber gingen fünf Partien am Stück verloren: die einen erwartbar, die anderen durch schwache Leistungen. Das anschließende 2:2 beim »SC Staaken« war dann immerhin mal wieder ein Punktgewinn – aufgrund des Spielverlaufs aber eher eine gefühlte Niederlage. Umso erfreulicher, dass der Aufsteiger dann zwei deutliche Siege in Brandenburg und gegen »Blau-Weiß 90« folgen ließ und schließlich auch in Stendal (2:2) Zählbares mitnahm. Ausgerechnet gegen den »Ludwigsfelder FC« (zuvor nur einen Punkt und ein Tor in sechs Partien) erwischte die Mannschaft von Trainer Tim Jauer dann mal wieder keinen Glanztag und kassierte am Ende sogar noch zwei Treffer. In Neustrelitz war man danach mit dem 0:2 noch gut bedient. Der Jo-Jo-Effekt des Aufsteigers weiterlesen

Geehrte Meistersportler

Vom Berliner bis zum Weltmeister

Bei der »Neuköllner Meisterehrung« werden alljährlich besondere Leistungen von Sportlerinnen und Sportlern aus dem Bezirk ausgezeichnet – am 25. Oktober war es wieder soweit. Hierzu lud die zuständige Sportstadträtin Karin Korte (SPD) im Namen des Bezirksamts ins Eisstadion an der Oderstraße ein.

Eisige Sporteinlage für die Gäste.  Foto: mf

Ebenfalls vor Ort war Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Er erinnerte in seinen Eröffnungsworten zunächst an den Todestag des Ringers Werner Seelenbinder, welcher im Widerstand gegen die Nationalsozialisten 1944 hingerichtet wurde und nach dem heute der »Werner-Seelenbinder-Sportpark« benannt ist. Hikel bedankte sich zudem bei allen aktiven Sportlern Neuköllns, da »diese den Bezirk nach außen hin vertreten und voranbringen.« Geehrte Meistersportler weiterlesen

Wenig zu lachen

Kein Strom auf dem Platz und in der Kabine

Nach dem Aufstieg des »SV Tasmania« in die Oberliga ist die erste Euphorie erst einmal gewichen – schon seit zwei Monaten hat sich die Situation dazu auch abseits des Platzes prekär entwickelt.

TAsmania auf der Suche.   Foto: Hagen Nickelé

1.300 Zuschauer zum Auftakt im Werner-Seelenbinder-Sportpark – so viele hatte es wohl seit 20 Jahren nicht mehr an der Oderstraße gegeben. Da fiel die 2:4-Niederlage gegen Ligafavorit »Tennis Borussia« nicht so sehr ins Gewicht. Am zweiten Spieltag folgte ein 1:0-Sieg beim »FC Hertha 03« – da schienen die Neuköllner bereits in der NOFV-Oberliga Nord angekommen zu sein. Vor allem aber die ersten Ausflüge außerhalb Berlins dämpften die Stimmung dann aber: ob beim Mitaufsteiger »MSV Pampow« (0:4), in Torgelow (0:2) oder bei der zweiten Mannschaft von »Hansa Rostock« (1:3) – die Punkte blieben jeweils in Mecklenburg-Vorpommern. Gegen das bis dahin noch punktlose Schlusslicht aus Strausberg verlor man dazu auf eigenem Platz – Trainer Jauer musste dabei zur Vorwoche fünf Spieler ersetzen, dazu spielte man eine Halbzeit in Unterzahl. Wenig zu lachen weiterlesen

Saufen und laufen

vom Barhocker auf den Rasen.   Foto: ro

Der Ball bleibt rund beim Kiezkneipenfußballturnier

Das wohl lustigste Fußballturnier auch für Nichtfußballer ist das »Neuköllner Kiez­kneipenfußballturnier«, das am 14. Juli im »Werner-Seelenbinder-Sportpark« stattfand.
Kneipiers und deren Gäste erhoben sich von den Barhockern und widmeten sich der Kunst, das Runde ins Eckige zu bringen.
Insgesamt elf Mannschaften trafen an diesem Tag in den frühen Morgenstunden zwischen elf und zwölf Uhr ein, um sich anzumelden. Der »Bierbaum 1« verblüffte den Pächter des Kioskes gleich mit einer Bestellung von 30 Bieren, die ein Fußballer einhändig und tänzelnd in die Fanmeile balancierte. Saufen und laufen weiterlesen

Tradition beginnt mit »T«

Aufsteiger SV Tasmania gegen Tennis Borussia

Anfang August be­ginnt für den »SV Tasmania« das »Abenteuer Oberliga« – zur Erinnerung: Das Team aus Neukölln schaffte in der abgelaufenen Spielzeit den Aufstieg aus der Berlin-Liga und spielt erstmals seit 20 Jahren wieder überregional.

Tasmania und Tennis Borussia anno 2014. Foto: pr

Die Fans freuen sich besonders auf die Auswärtsfahrten, die über den Berliner Ring hinausgehen: von Rostock im Norden über Stendal westwärts, und Seelow im Osten wären das insgesamt acht Fahrten. Gehören von den Berliner Oberligisten »Hertha 06« und der »SC Staaken« eher zu den weniger beschriebenen Blättern, haben der »FC Hertha 03«, »Blau-Weiß 90« (Bundesligist 1986/87) und »Tennis Borussia« (Bundesligist 1974/75 und 1976/77) dagegen klangvolle Namen vorzuweisen. Und da der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) Wünsche der Vereine für den ersten Spieltag entgegennimmt, wählte Tasmania ein Heimspiel gegen »TeBe«. Das ging in Erfüllung: Am Sonntag, 4. August um 14 Uhr, empfangen die Neuköllner in ihrem ersten Saisonspiel die Lila-Weißen im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark. Tradition beginnt mit »T« weiterlesen

»Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.« – Tradition und Herz

Ältester Sportverein Berlins zeigt sein enormes Angebot

Mit der Gründung im Jahr 1848 und über 6.000 Mitgliedern ist die »Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.« nicht nur der älteste Sportverein Berlins, sondern auch einer der größten. Das Sportzentrum des Vereins am Columbiadamm schafft eigene Angebote vor Ort und ist zugleich Sitz der Geschäftsstelle. Zusätzlich zum Hauptstandort betreibt der Verein mehrere weitere Sportstätten in Berlin und ist zudem Organisator für sportliche Events in der Hauptstadt. Dabei sorgen größtenteils ehrenamtliche Mitarbeiter für einen reibungslosen Betrieb.

Mit Schwung an den Ball. Foto: M.Stegner

Ein Blick über das Gelände des Sportzentrums offenbart ein Traumland für Sportler: Ein nagelneues Ultimate Frisbee-Feld, eine Bogenschießanlage, Tennisplätze Innen und Außen, Badmintonfelder und der wohl am besten gepflegte Kunstrasenplatz für Hockey in Berlin, welcher wiederum umrandet ist durch eine hochmoderne Tartanbahn mit Sensortechnik zur Zeit- und Datenmessung der Athleten. Da werden die Augen groß, aber das ist bei Weitem nicht alles. Allein am Hauptstandort gibt es eine riesige Auswahl von Kursen mit Yoga, Rückenfitness und Kindersport, aber auch Rehabilitationssport für Orthopädie, Koronar und die Lunge, welche mit entsprechender ärztlicher Bescheinigung kostenlos sind. »Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.« – Tradition und Herz weiterlesen

Berliner Meister Empfang

»Tasmania« spielt nächstes Jahr überregional

»Ra Ra Ra Tasmania« skandierten die Fans auf dem Rathausvorplatz und schwenkten begeistert ihre Fahnen. Sie waren gekommen, um mit dem frischgebackenen Berliner Meister »SV Tasmania Berlin« den Titelgewinn zu feiern. Die erste Herrenmannschaft des Vereins hat den Aufstieg von der sechsten in die fünfte Liga geschafft und ist damit nach 20 Jahren wieder in der Oberliga Nordost vertreten.
Aus diesem Anlass wurde dem Fußballclub am 11. Juni die Ehre eines Sieger-Empfangs bei Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) zuteil.

Tasmania ist Meister und jubelt auch im Rathaus weiter. Foto: mr

Nachdem sich Spieler, Trainer und die Vorstandsmitglieder Detlef Wilde und Hussein Ahmad vor der Wappengalerie ins Goldene Buch des Bezirks eingetragen hatten, ging es auf den Rathaus-Balkon, von dem aus die Mannschaft den jubelnden Fans zuwinkte und ausgelassen die Trophäe schwenkte. Berliner Meister Empfang weiterlesen

Sportbad Britz feiert 60. Geburtstag

Viele Geschenke zum Jubiläum

Mit Sportlerinnen wie Franziska von Almsick, Britta Steffen und vielen anderen gehört die »Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln« zu den wassersportlichen Kaderschmieden der Republik.
Seit 60 Jahren hat der mit rund 4.300 Mitgliedern größte Verein seiner Art in ganz Berlin im »Sportbad Britz« seine sportliche Heimat.

Handschlag im Trockenen.                                                                                                                               Foto: mr

Noch bis in die 1950er Jahre schwammen die Mitglieder der meisten Berliner Wassersportvereine noch in Kanälen. 1956 entschied das Bundesgesundheitsamt, jeglichen Badebetrieb in den Berliner Kanälen aus seuchenhygienischen Gründen zu untersagen. Damit standen mehr als ein Viertel aller Berliner Schwimmvereinsmitglieder ohne Trainingsstätte da. Die »SG Neukölln« trieb damals den Bau des Sportbads Britz voran und konnte am 13. Juni 1959 seine Eröffnung feiern.
Am 11. Mai wurde mit einem bunten Rahmenprogramm und Geschenken Geburtstag gefeiert. Sportbad Britz feiert 60. Geburtstag weiterlesen

Berliner Meister aus Neukölln

»Tasmania« spielt nächstes Jahr überregional

Tasmania ist Meister und jubelt.                                                                                           Foto: Hagen Nickelé

Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt waren Mannschaft und Trainer vielerorts schon die Fähigkeiten abgesprochen worden, den angepeilten Aufstieg zu schaffen. Tas­mania-Präsident Detlef Wilde aber bewahrte die Ruhe: das sollte der Grundstein einer Erfolgsserie werden. In 30 Spielen blieb man danach nicht nur ungeschlagen, sondern holte 80 von 90 möglichen Punkten. Dennoch war das Titelrennen kein Kinderspiel: Konkurrent »SV Sparta« gab sich lange Zeit ebenfalls kaum eine Blöße – und hatte die ersten drei Partien eben nicht verloren. Ende März eroberte
»Tasmania« trotzdem die Tabellenführung, war sie aber nur zwei Runden später nach einem Unentschieden gegen »Spandauer Kickers« – Kategorie: »unerwartet, kann aber eben immer passieren« – wieder los. Berliner Meister aus Neukölln weiterlesen

Vorteil Lichtenberg

»Tasmania« spielt einmal Remis zuviel

Die Statistik von Neuköllns bestem Fussballclub entwickelte sich im April ebenso überragend wie deprimierend: Vor dem Topspiel beim »SV Sparta« war man 25 Liga-Partien ungeschlagen, 14 der letzten 15 Spiele hatte man dazu gewonnen. Kein Wunder also, dass die Neuköllner zum Frühlingsanfang die Tabellenführung übernahmen.

Zweimal die Führung in Unterzahl bejubelt und doch nur 2:2.                               Foto: Hagen Nickelé

Doch die Freude sollte nicht lange währen: Zwar nahm »Tasmania« die schwere Hürde bei »Croatia« (1:0), doch im folgenden Heimspiel geschah dann das, was auch den größten Favoriten mal passiert. Gegen die »Spandauer Kickers« konnte man erst in der Nachspielzeit nach 0:2-Rückstand noch ausgleichen. Dieser eine Ausrutscher aber reichte dafür aus, dass der »SV Sparta« wieder mit einem Punkt Vorsprung die Tabellenspitze übernahm. Vorteil Lichtenberg weiterlesen

Kein Spaziergang zu Ostern

Tasmania lässt sich nicht stoppen und ist inzwischen Tabellenführer

Was Fußball angeht, ist Tim Jauer ein abergläubischer Mensch. Wenig überraschend – denn früher war er Torhüter, und die gelten ja als besonders anfällig für Übersinnliches. Doch auch in seinem heutigen Metier, dem Trainerwesen, soll es ja den einen oder anderen geben, der Rituale pflegt oder es mit höheren Mächten hält.

Mann im Hintergrund des Tabellenführers: Tasmania-Trainer Jauer.                   Foto: Hagen Nickelé

Die meisten stehen allerdings nicht dazu, denn wenn der Übungsleiter gut ist (woran dieser selbst ja keinen Zweifel aufkommen lassen darf), sollte dessen Mannschaft ja keine transzendente Unterstützung nötig haben. Auch Jauer, aktuell Coach des »SV Tasmania«, hält sich in dieser Hinsicht bedeckt. So blieb es also Fans und Beobachtern überlassen, dem Nachholspiel der Berlin-Liga bei den »Reinickendorfer Füchsen« am 21. März ein in vielerlei Hinsicht bedeutungsschweres Drumherum zu attestieren. Kein Spaziergang zu Ostern weiterlesen