Archiv der Kategorie: Basteln

Basteln mit Rolf

Kerzenhalter zum Geburtstag

 

Im November feiert Kiez und Kneipe bereits sein 8. Erscheinungsjahr. Tusch!! Deshalb basteln wir, auch der frühen Dunkelheit wegen, einen zünftigen Kerzenhalter. Es genügen ein Verschlussdraht von einem Sektkorken samt der Schutzkappe, ein Seitenschneider, eine Zange und eine Haushaltskerze. Und, wie immer, Lust zum Pfriemeln!
Die Korkenschutzkappe wird aus dem Draht gelöst und wird zum Wachstropfenfänger. Aus dem Verschlussdraht wird der Kerzenhalter geformt. Zuerst wird der Draht entfernt, der zum Öffnen einer Sektflasche stets aufgedreht werden muss. Übrig bleibt ein Drahtquadrat mit vier langen gedrehten Enden. Damit haben wir den Rumpf des Kerzenhalters. Das Quadrat sollte nun durch seitliches Zusammendrücken zum Rechteck, zum Oberkörper werden. Aus dem vorher entfernten Draht biegen wir mit der Zange nun den Kopf, der auf dem Rumpf befestigt wird. Die langen Drahtenden werden, ähnlich wie auf dem Bild gut zu sehen, oder nach eigenem Gutdünken durch Biegen zu Armen und Beinen. Zu beachten ist dabei nur, dass am Ende mit unserem Halter die Kerze gut und sicher steht und dass eine brennende Kerze niemals unbeaufsichtigt bleiben darf!

rr

Basteln mit Rolf

Taschenlampenbirnenspinne

Unser Spätjahr hat Ende Oktober inzwischen auch Halloween und bezaubert zudem mit dem Altweibersommer. Spinnen spielen bei beiden Anlässen auch eine Rolle. Zu diesem Anlaß hier die Anleitung zum Basteln einer Spinne. Benötigt wird nur eine alte Taschenlampen- oder Signallampenbirne, etwas Draht für die langen Spinnenbeine, ein Seitenschneider, eine Biegezange, ein Lötkolben und ganz besonders: Lust zum Pfriemeln.
Eine Spinne hat acht lange Beine. Die werden aus dem Draht gebogen. Die Beinlänge ist wichtig, und die sollte mindestens zweifach so lang sein wie die Lampenlänge ausmacht. Gut auf dem Foto zu sehen, bestehen die Beine aus einem doppelt zusammen gedrehten Draht. Die Rillen der Schraubfassung erleichtern ein platziertes Anlöten. Werden anschließend die noch in charakteristischer Manier gebogen und angeordnet, ist das Spinnentier schon fertig. Natürlich könnte das Tier nun schwarz angemalt und auch mit einem Kreuz zusätzlich versehen werden, aber die eigentlichen, an einem Faden fliegenden Baldachinspinnen des Altweibersommers sind eher bräunlich, wie die gemeine Kreuzspinne eigentlich auch.

rr

Basteln mit Rolf

Papierablagefächer

Noch kommt nicht nur mit der Post viel Papier ins Haus. Hilfreich sind da Ordnungs- und Ablageelemente. Um so etwas kostenfrei und dazu noch ökologisch selber zu machen, reicht eine nicht mehr benötig­te Broschüre, ein altes Buch oder ein Katalog. Und: Lust zum Pfriemeln.
Durch das Falten aller Seiten schwillt das Seitenvolumen an. Sind sie gebunden, fächern sich die Seiten auf. Dazwischen können dann Briefe, Notizzettel oder Visitenkarten übersichtlich und platzsparend gesteckt werden. Auf dem Bild sind alle Seiten einer Broschüre zu einem Dreieck gefaltet. Liegt die Bindung links, wird anschließend das erste Blatt so nach unten gefaltet, dass die Blatt­oberkante an der Bindung anliegt. Die Falz glattstreichen, dann die Unterkante an die Bindung legen: Ein Dreieck entsteht. Werden alle Seiten so gefaltet, entsteht ein Rhombus. Andere Faltungen sind natürlich auch möglich.

rr

Basteln mit Rolf

Platinenkerle

Elektroschrott lädt stets zum kreativen Basteln ein. Meine Platinenkerle entstanden aus Tintenpatronenchips, die auf einem Sockel aus einem Prozessor stehen. Ferner reichen ein Lötkolben, etwas Silber- oder Kupferdraht, eine Zange, ein Seitenschneider zum Ablängen des Drahtes und natürlich, Lust zum Pfriemeln.
Der Kopf und die Gliedmaßen sind bei mir aus dünnem versilberten Draht gebogen und an die Platinen gelötet. Hände und Füße werden durch mit Lötzinn gefüllten Schlaufen angedeutet. Für den sicheren Stand sorgt ein Prozessorsockel, auf den die Figuren gelötet sind. Ob so oder anders, das kann hingegen jeder selbst entscheiden.

rr

Basteln mit Rolf

Schreib mal wieder mit der Hand!

Nicht nur das Smartphone hat das Schreiben von Briefen und Postkarten mit der Hand verdrängt. Egal wo, wenige Klicks genügen, und ein Selfie ist in Sekundenschnelle überallhin versendet. Dass Kronkorken sich als Schreibfeder eignen, dürfte weniger bekannt sein.

Aus einer Nostalgielaune heraus verrate ich hier, wie es geht. Wir brauchen nur einen Kronkorken, eine Zange mit runden Branchen, einen dünnen Ast, ein gefülltes Tintenfass und natürlich: Lust zum ­Pfriemeln.
Die heute gängigen Kronkorken haben 21 Zacken. Wird ein Kronkorken mit der Hand mittig zusammengedrückt, wird dabei auch ein Zacken eng zusammengefaltet. Mit diesem Zacken wird geschrieben, seine gegenüberliegende Seite wird so wieder aufgebogen und gerundet, dass beispielsweise ein dünner Ast, dort als Federschaft eingeklemmt werden kann. Das ist eigentlich alles. In Tinte getunkt, und es kann losgeschrieben werden.

rr

Basteln mit Rolf

Spinnentier vom Drucker

Druckerhersteller versuchen durch Chips an den Patronen die Verwendung von Fremdtinten zu erschweren. Aus so einem Chip entsteht diesmal mein »Drupatchi«. Gebraucht wird etwas dünner Eisen-, Silber- oder Kupferdraht, ein Lötkolben, eine Zange, ein Seitenschneider, ein alter Druckpatronenchip und: Lust zum Pfriemeln.
Mein Tin­tenfies­ling aus einem Druckpatronenchip ähnelt einem Insekt mit zwei Scheren. Seine sechs Beine, die Fühler und Scheren aus dem Draht werden auf die Kontaktflächen gelötet und sollten so gebogen werden, dass die Lötstelle unten liegt. Nur so sind die auf der anderen Seite liegenden Bauteile gut sichtbar. Jeder darf und kann natürlich sich seinen eigenen »Drupatchi« gestalten.
Vielleicht schickt jemand einmal ein Bild seiner Kreation an: info@kuk-nk.de.

rr

Basteln mit Rolf

Ein Bierbaum

Frühling? Heizung aus, Klimaanlage an! Im Monat Mai basteln wir zwar einen Baum, aber dieser bleibt dann ganzjährig aufgestellt. Meist wird er »Bierbaum« genannt. Wir benötigen einen verästelten Zweig, Holzleim, ein Brettchen, mehrere Kugelmagneten, einen Bohrer, ein Schnitzmesser, etwas Sandpapier und nicht vergessen: LUST zum Pfriemeln.  Mit dem Bohrer (Durchmesser etwa Stärke des Zweigs) ein Loch mittig ins mit Sandpapier geglättete Brett bohren. Der Hauptstiel des Zweiges wird notfalls mit dem Messer passend gemacht, dann mit Holzleim eingeklebt. Die Zweigenden sollten leichte Vertiefungen erhalten; in die kommt ebenfalls Leim und darauf je ein Kugelmagnet. Nach 24 Stunden Trockenzeit ist der (Mai-)Bierbaum fertig!
Von Flaschen­(bier)trinkern wird das Bäumchen so aufgestellt, dass es mit Kronkorken »beblättert« werden kann. Jeder Werfer sollte versuchen, dass sein Deckel am Magneten hängen bleibt. Spielabläufe wie Regeln sind (spielend) selbst zu entwickeln. Viel Spaß!

rr

Basteln mit Rolf

Ein Panzertier

Am Karfreitag eröffnete das alljährliche Britzer Baumblütenfest. Wie in all den Jahren zuvor und trotz kalendarischem Frühlingsanfang, blüht noch wenig. Die Winterkälte schleicht sich nämlich nur langsam davon, wie eine Schildkröte. Aus diesem Anlass basteln wir eine Schildkröte. Benötigt werden zwei Kronkorken, etwas Draht, eine Zange, ein Seitenschneider und Heißkleber. Und: Luuust zum Pfriemeln.
Der Kronkorken für den oberen Panzer wird rundum etwas nach außen aufgebogen. Aus dem Draht entstehen anschließend die Beine, der kurze Kopf und der Stummel-Schwanz (möglichst zwei Drähte zusammendrehen). Der zweite Kronkorken wird zum unteren Teil des Panzers. Damit die Gliedmaßen, Kopf und Schwanz gut nach außen gelegt werden können, wird dessen Rand an zwei sich gegenüberliegenden Stellen nach innen umgebogen. Mit der Heißklebepistole werden nun alle Körperteile richtig drapiert darauf befestigt und ganz oben auf kommt dann der obere Panzer. Fertig!

rr

Basteln mit Rolf

Ostereier zum 1. April

Ostern fällt diesmal auf den 1. April und ist damit zu früh für die Aprilausgabe. Deshalb schon jetzt meine Osterbastelei.

Benötigt wird ein Eierkarton, buntes Papier, wer hat, Federn, Klebstoff, ein Filzstift, eine Schere und, wie immer: Luuust zum Pfriemeln.
Aus dem Eierkarton wird eine der Mulden mit einer sich daran anschließenden Separierspitze so zugeschnitten, dass die Mulde, wie auf dem Bild zu sehen, ein gekochtes Osterei aufnehmen kann. Die Spitze wird zu einem Vogelkopf gestaltet. Mit dem Filzer werden dann die Augen gemalt.
Eigentlich wäre damit ein Oster-Eierbecher schon fertig. Ich habe diesen noch mit Federn und mit zwei Flügeln aus buntem Papier versehen. Ob und wie das Ei behandelt wird, steht jedem frei.
Kiez und Kneipe wünscht schon einmal Frohe Ostern.

rr

Basteln mit Rolf

Kauzige Kronkorkenkerle

Am 14. Februar ist Aschermittwoch. Benö­tigt werden: Kronkorken, Draht, (farbiger), Heißkleber, eine Ahle, ein Lötkolben und Zinn, ein Seitenschneider, Zangen und, wie immer, Lust zum Pfriemeln.

PICT4924.JPG

Zwei zusammengedrehte Drähte bilden die Arme und Beine. Ihre umgebogenen Enden werden zu zwei Zehen beziehungsweise Fingern. Zwei V-förmige Drahtstücke ergänzen die Hand- und Fußglieder und werden angelötet. Zwei Löcher in jeder Deckelhälfte sind für die »Beine« oder die Stiel-Augen. Die »Arme« kommen zwischen die Deckel.
Eine Schlaufe wird zum Auge, mit transparentem H-Kleber gefüllt. Schwarz ist für die Pupillen und hält alles zusammen. Die Lippen sind roter H-Kleber. Nur zufällig halten die Kerle ihre Hände so, wie die berühmten drei Affen.

rr

Basteln mit Rolf

Kraftvoll kreisende Kronkorkenkreisel

Kreisel werden schon seit mehreren Tausend Jahren zum Spielen verwendet. Meine sind einfach und schnell zu basteln. Benötigt wird ein Kronkorken, eine alte Kugelschreibermine mit einem »Tintenreservoir« aus Kunststoff, eine Ahle, eine Flachzange, eine Schere und vielleicht etwas Klebstoff. Und, wie immer hier: Lust zum Pfriemeln.
Mit der Ahle wird genau in die Mitte des Deckels ein Loch gestochen, das gerade so groß sein darf wie die Minenhülse dick ist. Basteln mit Rolf weiterlesen

Basteln mit Rolf

Kronkorkenkerzenständer

Dunkle Tage und Weihnachten stehen vor der Tür und damit die Zeit der Kerzen. Dazu passen Kerzenleuchter aus Kronkorken.

Dafür brauchen wir reichlich Kronkorken, eine Ahle, zwei Gewindestangen, zu ihr passende Muttern, vier Zierrosetten von Wasserhähnen, zwei Blindnieten mit Zange, eine Metallfeile, etwas Blitzbeton, eine Bohrmaschine mit Metallbohrern und natürlich wie immer, Lust zum Pfriemeln. Basteln mit Rolf weiterlesen

Basteln mit Rolf

Kronkorkenharley

Für die, die im Dezember gern die »Christmas Biketour« mitfahren würden,  aber kein Bike haben, habe ich aus Kronkorken ein führerscheinfreies Motorrad gebaut, um wenigstens in Gedanken mitcruisen zu können.

Material: ein Stück zwei Millimeter dicker Aludraht, ein Getränkedosenöffner und rund zehn Kronkorken. Als Werkzeug reichen eine stabile Schere, eine Biegezange (rund), ein Seitenschneider, eine Ahle und eine Heißluftpistole. Und wie immer: Lust zum Pfriemeln. Basteln mit Rolf weiterlesen

Basteln mit Rolf

Kastagnetten

Noch einmal ein einfaches Klanginstrument, dass wieder gut mit jüngeren Kindern gemacht werden kann. Gebraucht wird eine Schere, etwas Karton oder Well­pappe, zwei Kronkorken und Heißkleber. Und, wie immer, Freude am Pfriemeln!


Der benötigte Pappstreifen sollte 15 – 20 Zentimeter lang und etwa zwei Zentimeter breit sein und mittig gefaltet werden. An die Enden der Innenseite werden die Kronkorken so geklebt, dass sie mit ihrer Außenseite aufeinander treffen. Wird eine Papphälfte zwischen Daumen und Mittelfinger gehalten, kann die gegenüberliegende mit dem Mittelfinger drauf geschlagen werden. Schon kann toll geklappert werden.
Wer möchte, kann die Pappstreifen noch bemalen, oder, weil es schon Walnüsse zu kaufen und zu sammeln gibt, an Stelle der Kronkorken, auch zwei leere halbe Nussschalen nehmen.

rr

Basteln mit Rolf

Kronkorkenrassel

In den Ferien sollten Eltern mit ihren Kindern auch zusammen basteln. Aus Kronkorken lassen sich einfach Geräuschinstrumente herstellen. Heute bauen wir eine Rassel.

Benötigt wird eine Astgabel, ein paar Kronkorken und Blumendraht. Zum Zuschneiden der Astgabel benötigen wir eine Gartenschere, zum Lochen der Korken genügen ein Hammer sowie ein Nagel und zum Ablängen des Drahtes ein Seitenschneider. Noch wichtiger ist die Lust aufs Pfriemeln.
Der Nagel sollte schon etwas dicker sein als der Blumendraht. Das Lochen sollte auf einem alten Brett geschehen, damit der Nagel beim Durchdringen des Korkens per Hammerschlag nicht jedwede teure Unterlage zerstört. Die gelochten Korken werden auf den Draht gezogen und die Drahtenden an die Enden der Astgabel befestigt. Schon kann losgerasselt werden!

rr.

Basteln mit Rolf

Kaffeeverpackungsschmetterling

Der Schulgarten in Britz erhielt für seinen Schmetterlingsgarten einen Preis. Umweltbelas­tungen und Klimawandel reduzieren drastisch unsere Insekten. Vielleicht sind dort deshalb in diesem Jahr kaum echte Schmetterlinge zu bestaunen. Ein Kronkorken genügt als Körper, aus einer bunten Kaffeeverpackung mit Aluverstärkung schneiden wir uns zwei Flügel. Aus Blumenbindedraht machen wir zwei Fühler sowie die sechs Beine. Benötigt wird ein Seitenschneider, eine Flachzange, eine Ahle, eine Schere und eine Heißklebepistole. Und Lust zum Pfriemeln.
Der Kronkorken wird mittig zusammen gedrückt. In seinem Innern verschwinden die sechs Beine und die Fühler, die ihren Halt im Heißkleber finden, ebenso wie die beiden Flügel. Auch die beiden großen Augen sind nur Tropfen vom Heißkleber. Dieser Schwalbenschwanz ist natürlich kein wirklicher Ersatz für ein frei fliegendes Exemplar, aber toll anzuschauen.

Basteln mit Rolf

Der Ketchupflaschendeckelkrebs

Das Tierkreiszeichen Krebs (22. Juni – 22. Juli) beherrscht deutlich den Monat Juli. Mein Krebs entstand aus dem Deckel einer Ketschupflasche, zwei Kronkorken für die Scheren, zwei kleinen Perlen und etwas Draht. Benötigt werden eine Biegezange, eine Ahle, ein Seitenschneider, eine Heißklebepistole und wie stets, die Lust zum Pfriemeln.
Aus dem Draht werden seine sechs Beine, zwei Stielaugen und die Zangen tragenden Arme geformt. Alle werden mit Heißkleber unter dem Deckel befestigt, wobei nur die beiden Stielaugendrähte durch zwei Löcher, von der Ahle gestochen, ins Innere gesteckt werden. Anschließend werden zwei Kronkorken zusammengedrückt und mit den Armen verbunden. Alles!

Basteln mit Rolf

Der Mistkäfer

Aus gegebenen Anlass bastelt Rolf einen Mistkäfer. Den gibt es hierzulande leider viel zu selten. Im antiken Ägypten war dieser Käfer heilig. Was das Tier auszeichnet ist, es beseitigt den Mist anderer, indem es ihn klaglos frisst. Für den Abtransport formt er aus dem Mist eine Kugel, die er mit den Hinterbeinen fortrollt.
Weil der Käfer meist eine violette oder schwarze Farbe mit häufig metallischem Schimmer hat, stammt mein Kronkorken von einem obergärigen Bier aus Bayern. Benötigt wird Blumenbindedraht, ein Seitenschneider, eine Heißklebepistole, eine Zange zum Biegen und für ein paar Löcher eine Ahle. Nicht zwingend sind ein Hammer und Werkzeuge zum Blechformen, aber stets wichtig, die Freude am Pfriemeln.
Wer das entsprechende Werkzeug hat, formt aus dem Kronkorken einen kugligen Käferpanzer. Aus dem Draht entstehen die sechs Käferbeine und ein Paar Fühler. Die werden mit Heißkleber unter dem Kronkorken befestigt. Was als Kugel genommen wird, steht jedem frei.

Basteln mit Rolf

Drahtige Gottesanbeterin

Die Europäische Gottesanbeterin ist die einzige Fangschrecke, die inzwischen auch dauerhaft in Berlin Schöneberg lebt. Sie ist leicht und maßstabgetreu aus Blumendraht und einem Kronkorken zu machen. Als Werkzeug reicht eine Biegezange und ein Seitenschneider und Lust zum Pfriemeln. Wie auf dem Bild zu sehen, sind alle Gliedmaßen und der Kopf aus Blumendraht gedreht. Nur die zwei Fühler bleiben glatt. Der Kronkorken, mittig zusammengefaltet, wird zum Hinterleib.
Fertiggestellt fällt diese Gottesanbeterin nicht mehr unters Artenschutzgesetz, das strengstens ihr Einsammeln sowie das Halten untersagt.

Basteln mit Rolf

Osterfensterbild aus einer Toilettenrolle

Ostern naht rasch.Noch reicht die Zeit, eine leere Toi­lettenrolle einfach in ein Fensterbild zu wandeln. Gebraucht wird dazu nur eine Schere, Klebstoff, etwas braunes Transparentpapier, ein Filzstift und Lust zum Pfriemeln!
Die Rolle wird in fünf gleich breite Ringe geteilt. Zwei bilden, aufeinander geklebt, Körper und Kopf. Zwei weitere Rollenabschnitte bilden, etwas länglich gedrückt und rechts und links an den Kopf geklebt, die Hasenohren. Die verbleibenden Rolle wird aufgeschnitten. Daraus entstehen die Beine. Die beiden Enden werden zu kleinen Kreisen gedreht und dann, wie auf dem Bild zu sehen, unter den Körper geklebt. Nun werden die Stirnkanten einer Seite mit Klebstoff bestrichen und das Transparentpapier draufgelegt. Nach dem Trocknen werden mit der Schere alle Überstände abgeschnitten. Mit dem Filzstift bekommt der Hase noch Augen, Nase und Maul. Nun kann der Hase vor ein Fenster gestellt, oder, mittels eines Fadens, davorgehängt werden.

Basteln mit Rolf

Kronkorkenmarienkäfer

Noch schlummern die heimischen Insekten in ihren Winterquartieren. Im Januar stellte ich einen Phantasiekäfer aus einem Kronkorken vor. Marienkäfer sind weltweit verbreitet.

Angriff der Coca-Cola-Käfer.                                                                                                                                                 Foto: rr

Meine Exemplare entstanden aus je einem schwarzen und roten Kronkorken einer koffeinhaltigen Brause. Benötigt wird nur ein Seitenschneider, eine Heißklebepistole, eine Zange zum Biegen, für ein paar Löcher eine Ahle, eine stabile Schere und ein schwarzer Marker. Nicht zwingend notwendig sind ein Hammer und Werkzeuge zum Blechformen, aber immer ganz wichtig: Freude am Pfriemeln.
Der schwarze Kronkorken wird zum Körper, während der rote, mittig mit der Schere geteilt, zu den Flügeln wird. Mit Punzwerkzeugen wären plastische Verformungen des Metalls möglich, wie auf dem Bild links zu sehen ist. Aus dem Draht entstehen die sechs Gliedmaßen, zwei Fühler und zwei Mundwerkzeuge. Alle Drahtenden werden mit Heißkleber unterm schwarzen Deckel verankert. Ebenfalls mit Heißkleber werden die beiden roten Deckelhälften, etwas gespreizt, auf dem Körper befestigt. Punkte darauf, fertig!

rr

Basteln mit Rolf

Kronkorkenkrabbler

Der Januar hatte schon ein paar recht kalte Tage. Ob diese nur kurze Kältezeit ausreicht, um die Population der Mücken merklich zu reduzieren, darf angezweifelt werden. Ich hoffe dagegen, dass alle Nützlinge gut überwintern können. Meinen »Kronkorkenkäfern« sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ohnehin egal.
Die Beine, Fühler und Mundwerkzeuge sind aus normalem Blumendraht gedreht. Die einzig benötig­ten Werkzeuge sind eine Flachzange, ein Seitenschneider, eine feine Ahle und eine Heißklebepistole. Alle sechs Beine habe ich aus einem Stück Draht gedreht. Wem das zu schwierig ist, kann sie auch einzeln herstellen, da später alles sowieso mit Heißkleber unterm Korken verankert wird.
Die Enden des Fühlerpaars sowie die der zwei Mundwerkzeuge werden durch vier kleine, mit einer Ahle gestochene Löcher an der Kopfpartie zur Kronkorkenunterseite hin gesteckt. Auch sie werden mit Kleber fixiert. Die Augen sind Punkte des Heißklebers. Wer keinen schwarzen Klebestick hat, kann ebenso die allgemein gängigen farblosen nehmen. Jeder Kronkorken eignet sich als Käfer-Körper. Wie auf meinem Bild zu sehen ist, unterstützt die Art des Firmenaufdrucks die Illusion von Kopf und Rumpf.

rr

Basteln mit Rolf

Diesmal: Deckelgesichter

Das Neue Jahr ist da! Alle deshalb geleerten Flaschen sind hoffentlich anschließend im Glascontainer gelandet. Deren metallene Schraubverschlüsse lassen sich einfach zu kleinen Kunstwerken wandeln. Platt getreten, oder mit einem Hammer flach geschlagen, macht ein wasserfester Marker daraus ein kleines Portrait. Ob farbige oder metallfarbene Deckel, fast alle Resultate sind eindrucksvoll. Ein passender Rahmen adelt so ein Gesicht. Der lässt es auch zu einem sehr persönlichen und einmaligen Geschenk werden, denn kein Verschluss gerät wie der andere. Kindern macht so etwas besonders viel Spaß. Einfach einmal selbst oder mit Kindern ausprobieren.

rr

Engel aus Klammern

Adventsbasteln mit der KUK

waescheklammerengel
Basteln mit Rolf.                                                 Foto: rr

Bereits im vorigen Jahr hat Kiez und Kneipe einen einfachen und schnell herzustellenden Baumschmuck oder Geschenkanhänger aus einer Erdnuss vorgestellt. In diesem Jahr ist es ein Engelanhänger aus einer Wäscheklammer. Benötigt wird nur eine hölzerne Wäscheklammer, Klebstoff, etwas Papier für ein Flügelpaar und ein Stück Faden zum Aufhängen. Zur Not geht auch eine weiße Klammer aus Kunststoff.
Ist die Klammerfeder entfernt, werden die Klammeraußenseiten, wie auf dem Bild zu sehen, zusammengeklebt. Aus einem Blatt Papier, etwa einer Buch- oder Zeitungsseite, werden die Engelsflügel geschnitten. Nachdem ein Gesicht gemalt und die Flügel angeklebt sind, kann die Wäscheklammerfeder als Haartracht verwendet werden. Das hat auch den Vorteil, dass mit der Federwicklung gleich eine Öse für einen Faden zum Aufhängen mitgeliefert wird. Bei unserem Engel haben wir die Feder sowie die Flügelränder etwas mit Goldfarbe verschönert. Jedem steht natürlich frei, seinen Engel ganz individuell zu gestalten. So ein Engel ist im Handumdrehen gezaubert.
Kiez und Kneipe wünscht gutes Gelingen und ein frohes Fest!

rr

Osterbasteln auf die Schnelle

Liebesgrüße von der Eierschale

Erdnusshase 2
KAmpferdnuss.                                                                 Foto: rr

Zum Osterfest gehören verzierte Eier. Das die der Hase bringt, hat sich allgemein in Europa durchgesetzt. Doch Eier zu dekorieren ist bedeutend älter als die christliche Tradition.
Fossile Schalenfunde belegen, dass schon vor 60.000 Jahren Eier verziert wurden. Wer partout zu Ostern keine Zeit fürs Färben, Bemalen oder Dekorieren hat, muss dennoch nicht gänzlich auf eine Verzierung verzichten.

Ostereiergesichter
kleiner Spaß am Frühstückstisch.                                                                                                                                       Foto: rr

Ein Filz- oder Buntstift wird sich doch in jedem Haushalt finden.
Nach dem Kochen kann damit rasch, nur mit ganz wenigen Strichen, ein freundliches Gesicht oder eine Nachricht aufs Frühstücksei gezaubert werden.
Kiez und Kneipe wünscht Frohe Ostern.

rr

Weihnachtliche Anhänger

Schnell Gebasteltes

Weihnachtliche Nussanhänger
Nüsschen für Küsschen.                                                                                                                                                             Foto: rr

Weihnachten kommt immer so plötzlich. Kleine Basteleien machen sich da immer gut. Warum nicht einmal Geschenkanhänger aus Erdnüssen basteln?
Orientiert man sich am Bild, ist ein Weihnachtsmann schnell und einfach erstellt. Die Nussschale bis auf ein U-förmiges Areal fürs Gesicht, rot anmalen. Dann Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist… Mit feinem Pinsel und weißer Farbe die Mütze und einen Mantelkragen andeuten und Punkte darunter als Knöpfe setzen, eine Anhängerkordel und einen Bart aus Watte ankleben, fertig! Wem das Ergebnis anschließend nicht gefällt, kann danach auch nur die Nuss knacken und die Kerne essen. Weihnachten kann kommen.rr