Archiv der Kategorie: Kiez

Nix los auf dem Tempelhofer Feld?

Feld im Nebel.  Foto :bs

Bauarbeiten für neue Zugänge

Das Tempelhofer Feld lädt zu jeder Jahreszeit, auch im Herbst und Winter, zu einem Spaziergang ein.
Jahreszeitlich bedingt ist die Sicht bei Nebel diesig, dafür hören sich die Leute meistens, bevor sie sich anrempeln. Sportler rennen und Fahrradfahrer strampeln in Slow Motion.
Zu denken, es wäre nix los, ist aber ein Irrtum. Derzeit finden etliche Bauarbeiten statt, je nach Materiallieferungen früher oder später. An drei Orten im »Äußeren Wiesenring« wurden zusätzliche Toilettenanlagen gebaut und ans öffentliche Wassernetz angeschlossen. Nix los auf dem Tempelhofer Feld? weiterlesen

Die Polizei rät zur Vorsicht

Gastartikel von einem präventionsbegeisterten pensionierten Polizisten

So kanns gehen.   Foto: bs

Das Jahresende naht, und es werden Weihnachtsgeschenke für die Lieben gekauft. Viele machen dies über das Internet im Wohnzimmer. Manchmal wurde dann kurz vor dem Fest doch noch etwas vergessen. Schnell wird der Mantel übergeworfen, die Tür ins Schloss gezogen und ab in das nächste Geschäft, um die benötigen Dinge zu besorgen.
Wieder zur eigenen Wohnung zurückgekehrt, sind Ärger und Schaden groß.  Der Laptop mit den wichtigen Daten wurde mit einigen Familienschmuckstücken aus der Wohnung gestohlen. Eine Datensicherung wurde vergessen!
Die Täter hatten leichtes Spiel, weil die Wohnungstür nicht verschlossen war. Nun hofft der Geschädigte auf seine Versicherung.
Schon aus Sicherheitsgründen gilt: Schließen Sie Ihre Tür immer ab. Bei nicht-abgeschlossener Tür kann Ihre Versicherung Leistungen kürzen oder verweigern!
Um sich schützen zu können, muss man wissen, wie eingebrochen wird: In Einfamilienhäuser versuchen es die Täter meist über die Fenster und Fenstertüren, während in Mehrfamilienhäuser über die Wohnungstüren und leicht zu erreichende Fenster und Fenstertüren eingebrochen wird.
Deshalb gibt die Polizei diese Sicherheitstipps: Die Polizei rät zur Vorsicht weiterlesen

Wildes aus Rudow

Von Fröschen und Molchen

Ja, richtig gelesen, auf Rudower Grundstücken gibt es Frösche und Molche. Wer die Gegend kennt, dem fällt ein Geflecht aus kleinen und Kleinstteichen auf, zwischen denen sich die Tiere bewegen.

Such den Frosch.  Foto: privat

Dies liegt an der gewachsenen Struktur aus alten Gärten. Mit allerlei Gehölzen und Stauden bestanden, bieten sie die notwendige Aufenthaltsqualität für unsere Amphibienfreunde. Die lauten Teichfrösche sind nicht zu überhören, wenn sie für circa zwei Wochen im Jahr um Aufmerksamkeit werben. Wildes aus Rudow weiterlesen

»YouthSpace« im Einkaufszentrum

Jugendliche bekommen eigenes Refugium in den Gropius-Passagen

Obwohl der 13. November kein verkaufsoffener Sonntag war, war eine Menge los in den Gropius-Passagen. Ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Show wurde geboten, dazu ein Graffiti-Workshop und Schnupperangebote verschiedener Jugendeinrichtungen für die anwesenden Kinder und Jugendlichen. Grund war die Eröffnung des »YouthSpace«, eines Begegnungsortes für Kinder und Jugendliche, in dem sie sich ausprobieren, inspirieren lassen und Hilfe in allen Lebenslagen bekommen können.

Euros für die Jugend.Foto: mr

Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Stadträtin Sarah Nagel, die Jugendstadträtin Mirjam Blumenthal vertrat, bedankten sich beim Center­manager der Gropius-Passagen Tobias Bahlmann, der nicht nur die rund 60 Quadratmeter große Fläche mietfrei zur Verfügung stellt, sondern das Projekt auch finanziell unterstützt. Er überreichte einen Spendenscheck über 3.000 Euro. »YouthSpace« im Einkaufszentrum weiterlesen

Barrierefreie Gehwege und größere Baumscheiben

Umbau der Weisestraße beginnt

In fünf aufeinanderfolgenden Bauabschnitten finden seit dem 24. Oktober in der Weisestraße Verbesserungen für Fußgänger und Bäume statt. Zwischen Herrfurth- und Flughafenstraße werden die Baumscheiben vergrößert und die beschädigten Gehwege erneuert.
Zusätzlich wird ab der Weisestraße in der Mahlower Straße bis zum Spielplatz der Gehweg verbreitert, barrierefrei saniert, und die Baumscheiben werden ausgeweitet. So soll in dieser engen Straße die Lebensqualität für Menschen und Bäume verbessert werden.

Biedermann buddelt.      Foto: Stephanus Parmann

Kleine Gefälle auf den teilweise verbreiterten Gehwegen sichern das Abfließen des Regenwassers in die anzulegenden Baumscheiben. Im nächsten Jahr werden dann die Fahrbahnen erneuert und komplett wasserdurchlässige Parkstreifen angelegt. Dadurch bedingt entfallen einige Parkplätze und zusätzliche Fahrradständer werden installiert.
In diesem 330 Meter langen Teilstück der Weisestraße befinden sich 30 Winterlinden, die bis zu 80 Jahre alt sind. Das ergab das Baumgutachten von 2022 für den Schillerkiez, aus dem eine Baumleitplanung entwickelt wurde, die nun umgesetzt wird. Barrierefreie Gehwege und größere Baumscheiben weiterlesen

»Nicht nur mein Problem!«

Stadtteilkonferenz sucht Ideen zur Entwicklung der Gropiusstadt

»Wie geht es Ihnen in der Gropiusstadt? Was fehlt, was stört?« Über diese Fragen diskutierten am 21. Oktober im Gemeinschaftshaus in der Gropiusstadt die Teilnehmer einer Stadteilkonferenz.

Wünsch dir was und Kritik.   Foto: mr

»In einer solchen Großsiedlung leben die unterschiedlichsten Menschen, da kommt es schon mal zu Missverständnissen«, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel in seinem Grußwort und rief dazu auf, miteinander zu reden. Er wies darauf hin, dass sich in den letzten zehn Jahren in der Gropiusstadt vieles zum Positiven verändert habe. Das betreffe beispielsweise die Grünanlagen, die auch zum großen Teil respektiert würden.
Anschließend stellten Julia Pankratyeva von »ImPULS e.V.«, Selma Tuzlali und Thorsten Vorberg-Begrich vom Quartiersmanagement Gropiusstadt-Nord sowie Juana Schulze von der »Stadtteilkoordination in der Gropiusstadt« die Ergebnisse des Projekts »Nicht nur mein Problem!« vor, das sie gemeinsam mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt haben. »Nicht nur mein Problem!« weiterlesen

Nachhaltigkeitsfest

Nachbarn feiern zusammen

Dean sammelt.       Foto: bs

Bei Kaffee und Kuchen kamen Nachbarn und Gäste am 15. Oktober rasch ins Gespräch über die vielen Infos, die sie auf dem vierten Nachhaltigkeitsfest auf dem Vorplatz der Christoph-Ruden-Straße 5 erhielten.
Christoph Rufen, Vorsitzender des Vereins »Für ein schönes Buckow e.V.«, der erstmalig das Nachhaltigkeitsfest ausgerichtet hat und sein Verein wollen zeigen, dass es Freude machen kann, seinen Kiez sauber zu halten und für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.
Über Leitungswasser, Nachhaltigkeit, Müll und Müllvermeidung informierten der Verein »a tip: tap«, der BUND-Berlin und die Heinrich-Mann-Schule in vielen Gesprächen.
Die Tanzgruppe »Wilde Hütte«, der Rapper »OB1« und ein Umwelt-Quiz bildeten das hübsche Rahmenprogramm des Festes, das aus bezirklichen FEIN-Mitteln ermög­licht wurde.

bs

Blechlawine für die Gropiusstadt

Parkhaussanierungen gehen los

In der Lipschitzallee und im Sollmannweg sollten ursprünglich drei 50 Jahre alte Parkhäuser der »Gropiuswohnen« gleichzeitig saniert werden.
Das hätte bedeutet, dass zusätzliche 1000 Autos über mehrere Monate Parkplätze in den Straßen der Gropiusstadt benö­tigt hätten.

Marcel Hopp (6. von links) mit Anwohnern.Foto: privat

Die Anwohner befürchteten katastrophale Zustände, protestierten und wandten sich an die Politik. Marcel Hopp (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses, sowie die Bezirksverordnetenversammlung und Stadtrat Jochen Biedermann (Grüne) nahmen sich der Sache an und setzten sich mit der »Gropiuswohnen« in Verbindung. Diese sagte zu, die Parkhäuser jetzt nacheinander zu sanieren. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten würden sogar 320 Parkplätze mehr zur Verfügung stehen als bisher.
Somit werden über die kommenden Monate jeweils »nur« 200 bis 300 Autos zusätzliche Abstellplätze in den Straßen benötigen. Wo diese allerdings sein werden, ist allen Beteiligten bisher schleierhaft.

bs

»bauchhund« kämpft

Wohnmietrecht gegen Gewerbemietrecht

Das seit 2001 bestehende »bauchhund salonlabor« hat eine kräftige Mieterhöhung und die Kündigung bekommen. Über 100 Künstlerinnen und Künstler haben dort bisher ausgestellt oder performt.

Christoph Böhm bangt.    Foto: mr

Der Inhaber Christoph »Agi« Böhm auf Facebook: »Vor vier Jahren verkaufte die »Fröhlich & Haase GbR« die Häuser der Schudomastraße 36, 37, 38 und 39 in 12055 Berlin/Rixdorf an die »Albert Immo 3 s.á.r.l.« nach Luxemburg. Dies führte bei allen Bewohnern der Häuser zu immensem Chaos bei gleichzeitiger Verwahrlosung durch unterlassene Pflege. Es kam zu enormen Mietsteigerungen, nicht nachvollziehbaren Betriebskostenanstiegen. »bauchhund« kämpft weiterlesen

Neue Bedrohungen und Nazi-Schmiereien

Hakenkreuze auf Informationstafel in der Hufeisensiedlung

In Neukölln mehren sich in letzter Zeit wieder nächtliche Aktionen von Neonazis. Hakenkreuze werden gut sichtbar geschmiert. Auf der Schillerprormenade wurde eine viel genutzte Tischtennisplatte auf diese Weise besudelt, noch härter traf es eine Infosäule in der Hufeisensiedlung.

Schmierereien.   Foto: Eisern Hufeisen

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: »Am Wochenende entdeckte eine Bewohnerin an der Infosäule der Anwohner*inneninitiative »Hufeisern gegen Rechts« in der Hufeisensiedlung eine großflächig angeschmierte Nazi-Drohung. Unter einem ca. 30cm x 30cm großen Hakenkreuz war ein Din A 1-großes Info-Plakat zur Geschichte der Hufeisensiedlung mit der Parole »Wir sind überall« und den Kennzeichen von SS und SA in Runenschrift besudelt worden. Neue Bedrohungen und Nazi-Schmiereien weiterlesen

75 Jahre »Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.«

Noch mehr Leben kommt in die Bude

Pünktlich zum 75jährigen Bestehen des »Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.» am 17. September wurde nach dreijähriger Bauzeit der sanierte Altbau plus dazugehörige Neubau des »Nachbarschaftshauses am Körnerpark« (Nachbi) eröffnet.

ERöffnung im Sonnenlicht.Foto: ein Nachbar

Die Freude war bei allen Beteiligten groß, dass nun der Platz für weitere Gruppen geschaffen wurde, die ihre wachsenden Angebote für die Nachbarschaft zugänglich machen möchten. Diese freute sich auch, dass der jahrelange Baulärm endete und feierte mit. 75 Jahre »Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.« weiterlesen

Neuköllner Ehrennadel

Auszeichnung für Engagement

Fünf Persönlichkeiten wurden mit der Neuköllner Ehrennadel 2021 ausgezeichnet. Sie haben sich in besonderer Weise um den Bezirk verdient gemacht. Die Auszeichnungen erhielten in diesem Jahr Jörg Christians, Dr. Sibylle Katzenstein, Manuela Matthes und Mnyaka Sururu Mboro sowie Hafsa Özkan. Bei der Ehrennadel handelt es sich um die höchste Ehrung des Bezirks Neukölln an seine Bürgerinnen und Bürger.
Die Neuköllner Ehrennadel wird seit 1984 verliehen. Insgesamt wurden bereits 183 Bürgerinnen und Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement für den Bezirk geehrt. Unter den Preisträger:innen sind viele bekannte Namen, von der Journalistin und Filmemacherin Güner Balcı über die mehrfache Olympiasiegerin und Schwimmweltmeisterin Britta Steffen bis hin zum Musiker Frank Zander.
Bei der Verleihung handelt es sich um die Preisträger aus dem Jahr 2021. Die Veranstaltung wurde pandemiebedingt nachgeholt.
Die Verleihung erfolgte in feierlichem Rahmen durch den Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Lars Oeverdieck sowie dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Jochen Biedermann am Sonntag, 28. August 2022 um 14 Uhr auf Schloss Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin

pm

Tempelhofer Feld ge-wollt

Ein Tag rund um die tierischen Rasenmäher

Wolle, genauer gesagt, Schafswolle, war das Thema des vorletzten August-Sonntags auf dem Tempelhofer Feld.
Bettina Jarasch eröffnete den 2. Schafstag auf dem Feld und wies darauf hin, dass seit 2019 Skudden-Schafe während eines fünfjährigen Projektes eine Fläche in der Schutzzone der Feldlerchen beweiden. Dies solle Aufschluss geben, ob und wie sich die Flächenbedingungen positiv verändern und die Artenvielfalt gestärkt wird.

Guten Appetit.    Foto: thf100

Sie betonte in ihrer Rede, wie wichtig das Tempelhofer Feld für das Berliner Stadtklima und als Naturerfahrungsraum ist.
Die kleinen und gro­ßen Besucher hatten ihre Freude beim Basteln in der Woll-Werkstatt, beim Schaf-Memory und den Kremserfahrten übers Tempelhofer Feld zu den 80 Schäfchen in ihren Beweidungsflächen. Tempelhofer Feld ge-wollt weiterlesen

Ab in die Natur

Bildungskoffer für kleine Forscher

Wie duftet der Baum im Wald, wie fühlen sich seine Blätter an, wie knirscht der Boden. Fragen, die sich am besten mitten in der Natur durch sinnliche Erfahrungen beantworten lassen.
Da aktive Sonntags- und Schul-Ausflüge in die Wälder und Wiesen unserer Stadt weitestgehend aus der Mode gekommen sind, hat der Berliner Landesverband der Schreberjugend in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat schon 2012 die »Schule im Wald« initiiert. 2015 gesellte sich die Deutsche Wildtier-Stiftung tatkräftig dazu. Ab in die Natur weiterlesen

Solidarität mit den Bewohnerinnen

Nein zum Abriss der Habersaatstraße 40

 

Die Habersaathstraße mit ihren 91 Wohnungen und über 60 Bewohnerinnen soll, wenn es nach dem Willen des Eigentümers und der Bezirkspolitikerinnen geht, abgerissen werden. Das ehemalige Personalwohnheim der Charite ist energetisch saniert, mit einer Solaranlage auf dem Dach ausgestattet und soll nun wenigen Luxuslofts weichen. Dagegen gilt es sich zu wehren und solidarisch mit den Bewohnerinnen zu sein. Solidarität mit den Bewohnerinnen weiterlesen

»Berlin4Future« am Montag

Neues Demo-Format geht in die Kieze

Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher. Deshalb hat es sich die Initiative »Berlin4Future« zur Aufgabe gemacht, mit monatlichen Kundgebungen und Informationsveranstaltungen als inhaltliche Ergänzung zu den Demonstrationen der Bewegung »Fridays for Future« auf Regierung und Parlament einzuwirken und sie aufzufordern, dieser Entwicklung endlich beherzt entgegenzusteuern.
Dazu organisiert »Ber­lin4Future« an jedem ersten Montag im Monat die »KlimaMontag-Demo« und gibt damit den Berlinern eine regelmäßige Möglichkeit, ihren Unmut und Protest über die aktuelle Klimapolitik der Bundes- und Landesregierung lautstark und öffentlich zu äußern.

Uwe Hicks.     Foto: mr

Nachdem die Demos ein Jahr lang am Alexanderplatz stattfanden, geht die Initiative seit Mai in die Bezirke und war am 4. Juli am Herrfurthplatz zu Gast.
Mit dabei die Initiative »Klimaneustart«, die am 15. Juli die zweite Sammelphase des Volksbegehrens »Berlin 2030 Klimaneutral« gestartet hat, in der innerhalb der nächsten vier Monate 175.000 gültige Unterschriften nötig sind. Bei Erfolg findet 2023 ein Volksentscheid über das Klimaneutralitätsziel in der Hauptstadt statt. Bei einem positiven Ergebnis muss das Land Berlin das Energiewendegesetz anpassen und Maßnahmen entwickeln, um nicht erst 2045 sondern bereits 2030 klimaneutral zu sein. »Berlin4Future« am Montag weiterlesen

Future for Feld

Neuwahlen zur Feldkoordination

Sie sind bürgerbewegt? Sie haben durchschnittlich zehn Stunden pro Woche Zeit? Sie haben Ausdauer, starke Nerven, Ideen, Selbstbewusstsein, Humor und können mit Kritik umgehen? Sie sind mindestens 16 Jahre alt und in Berlin gemeldet? Sie möchten das Tempelhofer Feld schützen, sinnvoll weiterentwickeln und lieben es? Sie sind bereit, sich in vielleicht ungewohnte Zusammenhänge und Abläufe einzuarbeiten? Dann sind Sie der Mensch, den das Tempelhofer Feld braucht!
Am 13. Oktober 2022 geht die FeldKoordination (FeKo) zum Tempelhofer Feld in die dritte Runde.

Gewählte Feldkoordination von 2019.        Foto:pr

Sie setzt sich aus jeweils zwei Vertreterinnen und Vertretern der »Grün Berlin GmbH« (GB), der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK), die diese entsenden, sieben von den Berlinerinnen und Berlinern gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus der Bürgerschaft sowie drei Stellvertretern zusammen.
Die Wahl gilt für drei Jahre, die FeKo hat sich eine Geschäftsordnung erarbeitet. Future for Feld weiterlesen

Kultiges Rollerfahren

»Vespalinge Berlin« lieben Blech und gute Chemie

Auch im Nachkriegsitalien stand die Wirtschaft vor großen Problemen. Der Flugzeugbauer Enrico Piaggio hoffte, mit dem Bau eines einfachen und billigen Kleinkraft­rads schnell seinem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen. Die Ur-Vespa (Vespa, lat. Wespe) wurde 1946 von ihm konzipiert, aber erst sein Mitarbeiter Corradino D’Ascanio entwickelte daraus einen erschwinglichen Roller, der rasch zu einem kultigen Fortbewegungsmittel avancierte.

Kultrollerling.    Foto: rr

Die Vespa umweht bis heute der Hauch des Besonderen. So wundert es nicht, dass dieser praktische wie elegante Roller auch weltweit eine treue Fangemeinde fand, die sich sehr früh auch in eigenen Clubs organisierte. Kultiges Rollerfahren weiterlesen

Planung für die Bäume im Schillerkiez

Bäume bewerten und pflegen

Zustand einer Linde im Schillerkiez.   Foto: bs

Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes »Lebendiges Quartier Schillerpromenade« befasst sich ein Gutachten mit dem Zustand der Straßenbäume. Allerdings gibt es Bedenken bezüglich der Einschätzung von Vitalität und Maßnahmen, der Absicht, andere Baumgattungen nachzupflanzen sowie der Bürgerbeteiligung.
Wie bekannt leiden Straßenbäume besonders unter Klimawandel und Standort und kämpfen mit Wasser- und Nährstoffmangel. Da bietet ein Gutachten, das sich detailiert mit ihrem Zustand auseinandersetzt und Maßnahmen vorschlägt eine gute Diskussionsvorlage.
Beeindruckend ist zuerst die Genauigkeit der Baumbestimmung. Allein acht unterschiedliche Lindenarten beziehungsweise Sorten werden identifiziert. Planung für die Bäume im Schillerkiez weiterlesen

Erste Obstbäume im Waldgarten

Umweltprojekt am Britzer Garten

Global schreitet die Urbanisierung unaufhaltsam voran, was der Berliner Bauer W. Mette kongenial zu »Beton bedroht Boden« kondensierte, und das wiederum beschleunigt mit den Klimawandel. Stadtbewohner sind heute eher bereit, in urbanen Gärten Nahrungsmittel zu produzieren und dabei auch neue Formen von Gemeinschaften zu erproben.

Spatenstich für den ersten Baum.Foto: rr

Seit 2018 erforscht ein Team der Universität Potsdam, welche Anknüpfungsmöglichkeiten im Bereich der Stadtentwicklung und welche Umsetzungsmöglichkeiten sowie konkreten Hürden für die Entwicklung von urbanen Waldgärten in deutschen Städten existieren. Praktisch erprobt werden soll der vielversprechende Ansatz, auf städtischen Grünflächen nachhaltig zu gärtnern. Erste Obstbäume im Waldgarten weiterlesen

Fahrrad, Auto, Fußgänger

Verkehrsberuhigung im Reuterkiez

Die Straßen im Reuterkiez werden von Autofahrern gern genutzt, um den Kottbusser Damm zu umfahren. Besonders betroffen sind die Reuter-, Hobrecht- oder Friedelstraße. Auch die Fahrradstraße Weserstraße wird von vielen Autofahrern als Abkürzung verwendet, wodurch es tagtäglich zu lebensgefährlichen Situationen für Radfahrer und Fußgänger kommt.

Planungsauschnitt.

Um die Wohnqualität in dem Gebiet zwischen Maybachufer, Kottbusser Damm, Sonnenallee und Weichselstraße zu erhöhen, arbeitet das Bezirks­amt seit Mitte letzten Jahres an einem umfassenden Konzept zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs und zur allgemeinen Verkehrsberuhigung. Fahrrad, Auto, Fußgänger weiterlesen

»Kultur-Erdbeben«

Tempelhof Sounds

Berlin ist nicht gerade als erdbebengefährdet eingestuft. Als jedoch der Kultursommer auf dem Vorfeld des Tempelhofer Feldes mit »Tempelhof Sounds« startete, erreichte die Erdbeben­skala einen Wert von 1,4 auf der Richterskala. An drei Meßstationen in der Nähe des Tempelhofer Feldes wurden die Magnituden verzeichnet.
In den Sozialen Medien herrschte Aufregung, Polizei und Feuerwehr wurden mit Anrufen, Nachfragen und Beschwerden beglückt.
Einer Bewohnerin aus der Nähe fiel in der vierten Etage eine Stehlampe um, bei anderen klapperten Gläser im Schrank und die Schranktüren öffneten sich. Ein Stück weiter konnte keine Erdbewegung festgestellt werden.
Es dauerte ein wenig, bis die Ursache für dieses Erbeben feststand: Die mitreissende Musik und die Aufforderung der Band »Florence and the Machine« liess die 40.000 Gäste springen und hüpfen.
Verstärkt durch die Freude der Menschen darüber, wieder draußen zu sein, gemeinsam mit anderen Musik zu hören und zu tanzen nach den entbehrungsreichen Corona-Beschränkungen ließ sie dann vermutlich ein wenig übermütig werden.
Ein schönerer Anlass für ein Erdbeben ist kaum vorstellbar.

ro bs

Raum für Kinder

Zwei Spielstraßen werden in Neukölln verstetigt

Das Bezirksamt Neukölln wird zwei temporäre Spielstraßen verstetigen.
Die Anzengruberstraße und die Sanderstraße im Norden des Bezirks werden künftig an jedem Sonntagnachmittag in den Sommermonaten als Spielstraße genutzt werden. Damit will das Bezirksamt mehr Platz für spielende Kinder schaffen und gleichzeitig die Nachbarschaft in den Kiezen stärken.

Freude der Straßenkinder.    Foto: mr

Bezirksbürgermeister Martin Hikel: »Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit den Freiwilligen und Anwohnenden die Spielstraßen dauerhaft einrichten können. In den zwei letzten Corona-Jahren haben wir gemeinsam mit den Anwohnenden viele Erfahrungen sammeln können. Beide Straßen wurden sehr gut angenommen. Deshalb ist es ein starkes Zeichen, dass der Sonntag­nachmittag jetzt dauerhaft den Kindern gehört!« Raum für Kinder weiterlesen

Kleingärtner dürfen nicht wegschauen

Insgesamt 40.000 Euro konnten an Hilfsorganisationen für die Ukraine Hilfe übergeben werden

Der Bezirksverband »Berlin-Süden der Kleingärtner e. V.« ist erschüttert über den ausgebrochenen Krieg in Europa. »In dieser dramatischen Lage wollen wir, wo immer möglich, konkrete Hilfe anbieten«, erklärt Michael Jubelt, Vorsitzender des Bezirksverbandes.

Schecks für Flüchtlinge.      Foto: pr

Was wir alle für längst überwunden und als undenkbar hielten, ist grausige Realität geworden. Wir haben Krieg in Europa, in der Ukraine. Diese kriegerische Auseinandersetzung wird letztlich auch Auswirkungen auf uns alle haben, ist aber lange nicht zu vergleichen mit dem Leid der unmittelbar betroffenen Menschen. Kleingärtner dürfen nicht wegschauen weiterlesen

Inklusion und Bewegung in der Gropiusstadt

Neuer Spielplatz will beklettert werden.   Foto:bs

Zwei Eröffnungen auf einen Streich

Begeistert eroberten Kinder ihren feierlich eröffneten inklusiven Spielplatz am 14. Mai, dem diesjährigen »Tag der Städtebauförderung«. Er liegt innerhalb des Grünzugs im Sollmannweg und ermöglicht Kindern mit oder ohne Handicap, unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen und vielfältige Sinneserfahrungen zu sammeln.
Die Kletterlandschaft aus Robinienholzstämmen lockte nicht nur Kinder und Jugendliche in die Höhe, Eltern leisteten freudig Hilfestellungen, gerne auch auf der Riesenrutsche. Die Nähe zum Vogelwäld­chen auf der anderen Straßenseite inspirierte die Planer, eine Kletternestlandschaft mit unterschiedlichen Höhen zu gestalten, so dass die Kids spielerisch den Unterschied zwischen Boden-, Frei-, Höhlen- und Schilfbrütern erkunden können. Inklusion und Bewegung in der Gropiusstadt weiterlesen

Hochzeiter als Ärgernis?

Des einen Freud, des anderen Müll

Müllprobleme haben nicht nur Neuköllns Straßen, leider auch das öffentliche Grün. Vielerorts reinigt dort schon die BSR. Das brachte Verbesserungen, nur gegen die Vielzahl der Parkmüllsünder kommt auch sie kaum an.
Heiraten gerät mehr und mehr zum Groß­ereignis. Soziologen sprechen bereits von einer »Eventisierung«. Ausgaben bis zu 30.000 Euro für diesen Tag sind keine Seltenheit und 75 bis 100 Hochzeitsgäste werden üblicher.

Hochzeitsmüll.     Foto: rr

Das Standesamt Neukölln residiert im ehemaligen Britzer Krankenhaus in der Blaschkoallee. Auch wegen seiner historischen Backsteinfassade und der ehemaligen dekorativen Kapelle ist es eine angesagte fotogene Location. Einzig echter Wermutstropfen: Der neue Pop-Up Radweg schluckte nicht nur unmittelbar davor 200 Parkplätze, sondern drängt Bürger­amtsbesucher und Hochzeitspaare samt ihrer Gäste ins nahe Weltkulturerbe. Dass Heiratende mit dem (Lasten)Fahrrad zur Zeremonie kommen, bleibt die Ausnahme. Deshalb blockieren die Hochzeitsgefährte gern mal die Haltestellen und auch den Radweg. Hochzeiter als Ärgernis? weiterlesen

Friedhof mit Geschichte

Vielseitigkeit am Columbiadamm

Am 8. Mai 2022 bot die Volkshochschule Neukölln eine Führung auf dem »Friedhof Columbiadamm« an. Dieser Friedhof aus dem achtzehnten Jahrhundert hat eine lange Geschichte hinter sich. Seine Bedeutung erhielt er vor allem durch seine Lage neben dem Tempelhofer Feld, da das früher ein Truppenübungs- und Exerzierplatz war, lange bevor der Flughafen entstand.

Im Gedenken    .Foto: emp

Auf dem Friedhof wurden Soldaten verschiedener Kriege begraben. Ein kleiner Teil wurde 1866 als türkischer Friedhof Muslimen in Preußen überlassen. Auf diesem Teil wurde ab 1999 die Şehitlik-Moschee erbaut, 2005 eröffnet und der türkische Friedhof erweitert. Friedhof mit Geschichte weiterlesen

KV44 – Hoffnung für Mieterinnen und Mieter

Selbstorganisiertes Netzwerk kämpft für einen lebenswerten Kiez

Wer bei »KV44« an Mozart denkt, hat möglicherweise nicht nur schwere Orgelklänge und einen wunderbaren gregorianischen Chor im Gehörgang, sondern genießt auch den wunderbaren Text: »Er nährt sie aus dem Besten des Weizens halleluja, und mit Honig aus dem Felsen sättigt er sie.«

Anwohnertheater.  Foto: sl

Schaut man in diesen Zeiten auf die Nachrichten, möchte man mehr denn je, ob Atheistin, Agnostikerin oder Theistin, auf etwas Gutes hoffen. Etwas, das uns mit dem Besten sättigt, ob nun durch Nahrung, Bildung, Spaß oder einfach nur Wohnraum. Letzteres ist ja gerade in Neukölln seit Jahren heiß umkämpft und die Angst vor Entmietung wegen Eigenbedarfskündigungen oder zu hoher Miete lässt viele Neuköllnerinnen nicht mehr schlafen. Weil das so ist und weil auch Nahrung, Bildung und Spaß mittlerweile immer unerschwinglicher erscheinen, hat sich die »KV44« in Neukölln alias »Kiezversammlung 44« gegründet. Auf den ersten Blick hat sie wenig mit der Mozartschen Komposition zu tun. Nur…vielleicht das, was in den Werken des Wiener Komponisten immer mitschwingt – Hoffnung. KV44 – Hoffnung für Mieterinnen und Mieter weiterlesen

Nachbarschaftsprojekte

Förderung startet

Auch in diesem Jahr können Privatpersonen, Vereine und Initiativen Fördermittel für ihre Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur beantragen. Das Programm »Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften« (FEIN) ermöglicht Fördermittel in Höhe von maximal 3.500 Euro für nachbarschaftliche Projekte. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Verbesserungsmaßnahmen der öffentlichen Infrastruktur. Mögliche Projekte sind daher zum Beispiel die Bepflanzung von Baumscheiben und Hochbeeten, das Streichen von Wänden in der Öffentlichkeit oder die Durchführung von Nachbarschaftsfesten.
FEIN-Mittel richten sich an Projekte außerhalb der Quartiersmanagementgebiete, da innerhalb der Gebiete andere Fördermöglichkeiten bestehen.
Zu zwei Stichtagen können Anträge auf FEIN-Mittel im Bezirks­amt Neukölln eingereicht werden. Anträge können postalisch (zu Händen Engagementbeauftragter Philipp Rhein) oder per E-Mail (fein@bezirks­amt-neukoelln.de) zum 15.06.2022 und zum 31.08.2022 eingereicht werden. Die Freigabe der Mittel für die Durchführung von Projekten ist von der Verabschiedung des Berliner Haushaltes abhängig. Deshalb können Projekte frühestens ab Juli 2022 durchgeführt werden.
Weitere Informationen zur Zulässigkeit von Projekten und zur Abrechnung, sowie alle Antragsformulare finden Sie unter www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/beauftragte/eu-angelegenheiten/artikel.788512.php.
Beratungstermine können telefonisch unter 030 32 50 56 84 oder per E-Mail unter hannusch@nez-neukoelln.de vereinbart werden.

pm

Zum letzten Mal in der Hasenheide

Neuer Standort gesucht.   Foto:bs

55. »Neuköllner Maientage«

In die feierliche Eröffnung der 55. Neuköllner Maientage am 29. April fielen einige dunkle Tropfen der 50 Liter gesponsorten Schwarzbieres, wie Thilo-Harry Wollenschläger, der Veranstalter dieses Traditionsfestes so bildlich beschrieb.
»Die Schausteller haben während der Pandemiezeit genug Nachteile und finanzielle Einbussen hinnehmen müssen. Sollten die beliebten und traditionellen Neuköllner Maientage garnicht mehr stattfinden können, wäre das für viele Schausteller nicht mehr zu verkraften,« erklärte Wollenschläger zu seiner kürzlich gestarteten Petition zum Erhalt des Festes. Da der Klimawandel der Hasenheide inzwischen stark zugesetzt hat, wird sie klimaresilient umgestaltet und steht für die Maientage zukünftig nicht mehr zur Verfügung. In den nächsten Jahren werden fünf Millionen Euro Bundes-Fördermittel dafür eingesetzt, um der Trockenheit entgegenzuwirken und Bäume zu pflanzen. Zum letzten Mal in der Hasenheide weiterlesen

Essen für alle

Neue Arbeitsgruppe der »Linken« – es ist angerichtet, kommt vorbei!

Im Januar hat sich im Bezirksverband der Linken Neukölln eine neue Arbeitsgemeinschaft entwickelt.
Neukölln weist eine der höchsten Zahlen an wohnungslosen Menschen unter den Berliner Bezirken auf. Viele laufen psychisch am Limit.

Essen auf Rädern.    Foto:Die Linke

Obwohl Neukölln häufig als »Brennpunktbezirk« abgewertet wird, wird politisch wenig für die vulnerabelsten Gruppen getan. Harte Corona-Regelungen haben dazu geführt, dass die Möglichkeit für wohnungslose Menschen sich an warmen Plätzen aufzuhalten weiter eingeschränkt wurde und sie sich vermehrt diskriminierendem Verhalten von Sicherheitsdiensten der DB ausgesetzt sahen.
Die AG Straße möchte einen politischen Beitrag zur Verbesserung der Situation armer Menschen im Bezirk leisten und als Sprachrohr nach Innen und Außen fungieren, für jene Menschen, deren Stimme häufig nicht gehört wird. Essen für alle weiterlesen

Fête de la musique

Dieses Jahr hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa unseren Bezirk Neukölln mit Augenmerk auf die Gropiusstadt als Partnerbezirk für das beliebte Musik-Event »Fête de la Musique« auserkoren, das in diesem Jahr zum vierzigsten Mal stattfindet.
Auf fünf Bühnen in Neukölln wird zum Sommeranfang am 21. Juni wieder gezupft, geträllert und gehampelt.
Auf dem Campus Rütli im Reuterkiez, am Herrfurthplatz im Schillerkiez, auf der Freilichtbühne des Gutshofes Britz, sowie auf dem Lipschitzplatz und im Garten der Alten Dorfschule in Rudow werden nachmittags bis abends die unterschiedlichen künstlerischen Darbietungen zu bewundern sein.
Ebenso kann privat und öffentlich musiziert werden, was die Instrumente und die Stimmen hergeben.
Aber bitte, liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner, um 22 Uhr ist Ruhe im Karton!

bs

Auf den Spuren der Erinnerung

Zeitzeugen und Zeitzeugnisse gesucht

Gleich zwei großartige Geburtstage stehen den Neuköllern bevor: »Die Freunde Neuköllns e.V.« feiern ihren 40. Geburtstag und das Nachbarschaftsheim Neukölln wird »als ältere Schwester« sozusagen 75 Jahre.


Beide Anlässe sollen von den Kiezanwohnern gebührend gefeiert werden. Dafür bedarf es allerdings in beiden Fällen ihrer Mithilfe.
Am 17. September 2022 ist ein großes Geburtstags- und Eröffnungsfest für alle Besucher und Kooperationspartner des Nachbarschaftsheims geplant. Ganz besonders sind dazu auch all jene Menschen eingeladen, die das Haus in den vergangenen Jahrzehnten besucht, sich engagiert und eingebracht haben. Gleichzeitig wird nach dreijähriger Bauzeit im laufenden Betrieb das Nachbarschaftsheim wieder vollständig der Nachbarschaft übergeben. Auf den Spuren der Erinnerung weiterlesen

Sofort die Waffen nieder!

Menschenkette gegen den Krieg.    Foto:rr

Neuköllner demonstrieren gegen den russischen Überfall auf die Ukraine

Dem Aufruf von »Hufeisern gegen Rechts«, dem DGB und den Falken zum sofortigen Stopp aller Kriegshandlungen in der Ukraine folgten am Sonnabend, den 26. März, hunderte Menschen.
Ab 18 Uhr bildeten sie um den Hufeisen-Teich des UNESCO-Weltkulturerbes in Britz friedlich eine geschlossene Menschenkette. Dank vieler Taschenlampen blieb dieser Ring auch im Dunkeln weiter sichtbar.
Unter den Teilnehmern waren Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Bezirksstadtrat Jochen Biedermann und die Bezirksstadträtinnen Karin Korte und Miriam Blumenthal.
In seiner so kurzen wie prägnanten Rede forderte Jürgen Schulte von »Hufeisern gegen Rechts« die sofortige Niederlegung aller Waffen und die Rückkehr zur Diplomatie, da militärische Mittel noch nie Konflikte gelöst hätten. Er verurteilte scharf den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die Ukraine. Es folgten erdrückende Schweigeminuten bis sich die Kette wieder auflöste.

rr

Hufeisernes Gedenken

Foto: rr

Britz wider den Nationalsozialismus und Rechtsradikalisierung

Am 27. Januar vor 77 Jahren befreite die Rote Armee alle Häftlinge aus dem KZ Au­schwitz-Birkenau, dem größten Vernichtungslager des Nazi-Regimes. Auch weil Auschwitz exemplarisch für den Holocaust, den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden steht, ist dieser Tag der Befreiung seit 1996 ein gesetzlich verankerter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Die Britzer Anwohner­initiative »Hufeisern gegen Rechts« richtete bewusst eine eigene Veranstaltung ein und lud zu einem stillen persönlichem Gedenken. Hufeisernes Gedenken weiterlesen

Gebete vom Band

Gebetomat an der Genezarethkirche

Foto: Wikipedia

Ab Anfang März wird es vor der Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz einen zusätzlichen Ort der inneren Einkehr geben. Der schon an vielen Orten der Welt gewesene Gebetomat wird aufgebaut und sieht aus wie eine knallrote Fotobox. Der technische Kumpel der Kirche spricht auf Knopfdruck über 320 Gebete in verschiedenen Sprachen aus unterschiedlichen Hauptreligionen. Die Idee dazu kam Oliver Sturm, einem deutschen Theater- und Hörspielregisseur; er schuf dieses Kunstwerk.
Er selbst sagt dazu: »Irgendwie ist die Idee vom Himmel gefallen. Ich selbst bin der Meinung, dass der Gebetomat sich über die Jahre mit seinem Inhalt auflädt und durch das Beten, das ständig in ihm stattfindet, mit der Zeit gewissermaßen spirituell `verstrahlt‘ wird.«
Die Pfarrerin der Genezarethkirche, Jasmin El-Manhy, die mit der »Startbahn« und dem »Segensbüro« schon neue Akzente setzte, ist gespannt, wie die »Gebetsmühle« angenommen wird.

bs
https://www.sprachlust.at/s-p-r-a-c-h-l-u-s-t/07-sprache-und-religion/der-gebetomat/

Neuköllner Alltägliches

Nachrichten aus Neuköllner Zeitungen vor 100 Jahren, bearbeitet von M. Rempe

Neuköllner Tageblatt
Freitag, 10.2.1922
Ueberfahren und beraubt.
Von einem Auto überfahren und erheblich verletzt wurden auf dem Hermannplatz der Kaufmann Arthur Eiselt, Jahnstraße 19 wohnhaft, und seine Braut Gertrud Litzmann, Herrfurthplatz 5 wohnhaft. Als die Verletzten ihre umhergestreuten Sachen zusammensuchen wollten, hatten schon Augenzeugen des Unfalls eine Handtasche mit verschiedenem Inhalt, eine Damenuhr, eine kleine Brieftasche mit 135 Mark u. a. Entwendet. Die Bestohlenen haben dadurch einen Schaden von 3000 Mk erlitten.

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