Archiv der Kategorie: Bildung

Einzelnachhilfe beim Schüler zu Hause

Lernen ohne Stress mit ABACUS

Dorothee Beckmann berät Eltern und Schüler individuell.                                                                                   Foto: pm

Nach den Sommerferien stellt sich für viele Eltern und Schüler wieder die Frage, wie gesteckte Ziele (Notenverbesserung, Klassenziel) zu erreichen sind. Seit 1992 besteht das Institut ABACUS und bietet professionelle Nachhilfe an. Dorothee Beckmann betreut für die Firma die südlichen und südwestlichen Bezirke Berlins und beantwortete wichtige Fragen.
KuK: An welche Schüler richtet sich ihr Angebot?
Beckmann: An alle, die ihre schulischen Leistungen wirklich selbst verbessern möchten. Nur auf Wunsch der Eltern macht das wenig Sinn.
Mit welchen Problemen kommen Eltern und Schüler zu Ihnen?
Meist betrifft die erste Anfrage ein Schulfach. Im Gespräch vor Ort erfrage ich dann Hintergründe der Lernprobleme und mache mir ein Bild vom Schüler. Viele haben wenig Selbstvertrauen und oft den Spaß am Unterrichtsfach verloren. Einzelnachhilfe beim Schüler zu Hause weiterlesen

TalentCampus

Kinder und Jugendliche bauen Riesenpuppe

Monster in Rixdorf.                                                                                                                                         Foto: pschl

Mit einer mitreißenden Show aus Tanz und Akrobatik von Kindern und Jugendlichen und der Präsentation der größten Marionette Neuköllns endete der vierwöchige »TalentCampus Neukölln«. Auf der Streuobstwiese in der Nähe des Richardplatzes zeigten die Teilnehmer des TalentCampus bei ihrer Abschlussveranstaltung am 19. August, was sie in den vier Wochen geschaffen hatten.
Geleitet wurde das Puppentheaterprojekt von Artur Albrecht, dessen Puppentheatervorführungen im Hotel Rixdorf bereits legendär sind.
Seinem großen Engagement ist es zu danken, dass Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern sich während der Sommerferien in spannenden Projekten ausprobieren konnten.
Der Bau einer riesigen Marionette forderte dabei die Fantasie und auch das handwerkliche Geschick aller heraus. So waren sie mit großem Einsatz bei der Sache und stolz darauf, das Ergebnis bei der Abschlussveranstaltung Eltern, Freunden, Verwandten und Bekannten präsentieren zu dürfen.

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Teenager schnuppern Berufsluft

Bezirksamt beteiligt sich am Girls- und Boys-Day

Beim »Girls- und Boys-Day« am 27. April hatten 15 Mädchen und sieben Jungen die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Bezirksamtes Neukölln zu blicken. Ziel des Aktionstages ist, dass Jugendliche in Jobs hineinschnuppern, in denen bislang jeweils Frauen oder Männer seltener vertreten sind und so neugierig auf diese Berufe gemacht werden. Mit der Aktion will das Bezirksamt die Berufsorientierung der Neuköllner Mädchen und Jungen fördern. Teenager schnuppern Berufsluft weiterlesen

Digitalisierung im Klassenzimmer

Neuköllner Schulen gehen im Bereich Medienkompetenz und neue Technologien mit der Zeit

Smartphones im Unterricht und Klassenzimmer ohne Kreidetafeln — Schulen sehen nicht mehr so aus wie noch vor 20 Jahren. Aber auch die Lebensrealität der Schüler ist nicht mehr dieselbe wie damals. Kinder sind umgeben von der digitalen Wirklichkeit, sie ist Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, und die Schüler müssen sich jetzt und später im Beruf in ihr zurechtfinden. Die Schulen stehen heutzutage in der Verantwortung, ihre Schüler auf diese Realität vorzubereiten.

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Schulalltag heute.                                                                                                                                                                          Foto: pr

Neukölln steht im Berlinvergleich ziemlich gut da, was die Ausstattung der Schulen mit PCs und Smartboards (interaktive Tafeln, auf die Bilder und Videos projiziert werden können) angeht. Über 9.000 PCs und Tablets stehen zur Verfügung und die Hälfte der 60 Schulen im Bezirk sind komplett kreidefrei. Dafür wurden seit 2011 7,6 Millionen Euro ausgegeben. Eine Investition, die sich lohnt, findet Jan-Christopher Rämer (SPD). »Hier macht es auch keinen Sinn, bauliche Mängel und IT-Investitionen gegeneinander abzuwägen, denn ein großer Teil des Geldes kommt aus zweckgebundenen EU- und Lottomitteln«, sagt der Bildungsstadtrat. Die werden allerdings weniger, so dass in den letzten Jahren immer mehr aus dem Bezirkshaushalt floss. Digitalisierung im Klassenzimmer weiterlesen

Konzept für bessere Noten

ABACUS – Nachhilfe auf hohem Niveau

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Beckmann.                                                                                                 Foto: pm

Seit Anfang Juni 2016 leitet Dorothee Beckmann das ABACUS-Nachhilfeinstitut in Berlin-Süd als neue Filiale. Mit ihren qualifizierten Lehrkräften betreut sie individuell und ausschließlich im Einzelunterricht Schüler in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln.
Manchmal ist ein Punkt erreicht, an dem viele Kinder ohne Unterstützung nicht mehr weiterkommen. Fehlende Motivation, Pubertät oder krankheitsbedingte Lernprobleme können der Auslöser sein. Deshalb bietet ABACUS einen Ausweg in Form von Einzelnachhilfe zu Hause an, der sich in den meisten Fällen als hocheffizient erwiesen hat. Konzept für bessere Noten weiterlesen

Neue Stadtteilbibliothek für Rudow

Leseratten bekommen zentralen Medientempel

Bereits im Frühjahr dieses Jahres sollen in Rudow die Bauarbeiten für die neue Stadtteilbibliothek beginnen. Die Pläne dafür wurden am 17. Januar in der Alten Dorfschule vorgestellt.

Bibliothek
So soll es werden.                                                                                                                   Fotomontage: Architekturbüro

»Warum brauchen wir Bibliotheken, gibt es nicht alle Informationen jederzeit im Internet?« Diese Frage stelle sich natürlich bei einem solchen Projekt, sagte Bildungsstadtrat Jan Christopher Rämer. Die Antwort darauf: »Die Bibliothek ist ein Ort der Begegnung, der Kommunikation und der Wissensvermittlung. Sie bietet allen Bevölkerungsschichten einen kostenlosen Zugang zu Informationen und Orientierung in einer zunehmend un­übersichtlichen Informationslandschaft.« Neue Stadtteilbibliothek für Rudow weiterlesen

Bildung ohne Sprachbarrieren

Vielfältiges Qualifizierungsangebot im TUH

Das »TUH Bildungszentrum« agiert als zertifizierter und anerkannter Bildungs- und Beschäftigungsträger in den Bereichen Weiterbildung, berufliche Qualifizierung und Integration im Herzen Neuköllns. Das Team selbst zeichnet sich durch Diversität aus, und die Lehrkräfte, die ebenfalls aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen, sehen ihren Beruf als Berufung. Die Teilnehmer, die vornehmlich vom Jobcenter Neukölln kommen, werden auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt. Hierbei kann es sich um eine berufliche Neu-Orientierung nach der Familienzeit handeln oder um eine Weiterqualifizierung im vormals ausgeübten Beruf. Für anerkannte Flüchtlinge werden regelmäßig Integrationskurse durchgeführt.

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Schluss mit den Hausaufgaben

Armin Himmelrath plädiert für außerhäusliche Lernzeiten

Hausaufgaben machen Stress. Den Eltern, den Lehrern, den Kindern sowieso. Sie sind pädagogischer Unsinn und so gesehen Zeitverschwendung. Kinder, die keine Hausaufgaben machen, lernen nicht weniger, sind aber glücklicher. Das schreibt Bildungsjournalist Armin Himmelrath in seinem Buch mit dem etwas provokanten Titel »Hausaufgaben nein danke!«

Die gute Seite
Pädagogen und Provokateur.                                                                                                                                              Foto: mr

Am 23. Februar diskutierte der Autor in der Buchhandlung »Die gute Seite« am Richardplatz mit Pädagogen der Löwenzahn- und der Peter-Petersen-Schule und einem Publikum, das ebenfalls überwiegend aus Pädagogen bestand.
Hausaufgaben sollen durch Einüben, Nacharbeiten und Vertiefen das Wissen festigen. Zudem lernen die Kinder, Aufgaben eigenverantwortlich zu lösen, sie lernen, zu lernen. Und die Eltern bekommen mit, was in der Schule gelehrt wird. Schluss mit den Hausaufgaben weiterlesen

Platz für kleine und große Künstler

Silvana Czech gibt mehr als nur Malunterricht

Schon lange gibt es den Tabakladen in der Okerstraße 36 nicht mehr. Die Hauseigentümerin Beate Hauke wusste nicht so recht, was sie damit machen sollte. Dann hatte sie die Idee, diejenigen Neuköllner Künstler zu fördern, die auch ihr etwas entgegen gebracht haben. Sozusagen wollte sie »Dankeschön« sagen und stellt ihnen nun die Räumlichkeit zur Verfügung.

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Zeichnen entspannt auch Kinder.                                                                                                  Foto:pr

Ab dem 3. März bietet die Malerin Silvana Czech Malkurse für Kinder an. Jeden Donnerstag von 15 bis 16.30 Uhr können Schüler der ersten bis dritten Klasse bei ihr Malen üben.

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Ein eigenes Haus für die VHS

Bildungs- und Begegnungsstätte für Neuköllner eröffnet

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen«. Mit diesen schlichten Worten beschrieb Neuköllns Volkshochschul-Direktor Bernd R. Müller am 15. Januar bei der Einweihungsfeier die Bedeutung des neu eröffneten Volkshochschul-Gebäudes (VHS) in der Karlsgartenstraße 6. Erstmals in seiner Geschichte verfügt die VHS über ein eigenes Haus. Für Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer ist das »ein Meilenstein in der Geschichte der Neuköllner Volkshochschule«.

Enthülung und Namensgeb.-Löwenstein
Einweihung vor dem schiefen Stuhl. Foto: Stephanus Parmann

In nur wenigen Monaten wurde das im Besitz des Bezirks befindliche Gebäude als neue Lehrstätte fit gemacht. Bis zur Fusion mit der Röntgen Schule 2010 war hier die Kurt-Löwenstein-Schule untergebracht. Ein eigenes Haus für die VHS weiterlesen

Neukölln kämpft gegen katastrophale Nichtschwimmerquote

Startschuss für Wassergewöhnungsprojekt »Neuköllner Schwimmbär« gegeben

Fast die Hälfte aller Neuköllner Kinder kann auch nach einem Jahr Schwimmunterricht in der dritten Klasse noch nicht schwimmen – der höchste Wert in ganz Berlin. Die alarmierenden Zahlen sind Anlass für das vom Bezirksamt Neukölln und seinen Partnern initiierte und in Berlin bisher einzigartige Wassergewöhnungsprojekt mit dem Titel »Neuköllner Schwimmbär« für Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse.
Neuköllns Bezirksbürgermeisterin und Schirmherrin Franziska Giffey sowie Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer haben heute den offiziellen Startschuss für das Projekt im Kombibad Gropiusstadt gegeben.

Schwimmbär
Schwimmbär für zukünftige Wasserratten.Foto: pm

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Kinder, Kitas und Karriere

Die Suche nach einem Kitaplatz kann Eltern an den Rand des Wahnsinns treiben.

Es gibt ein Ungleichgewicht in Berliner Kitas. Während manche Bezirke ein Überangebot an Kitas haben, sind andere unterversorgt. Vor allem in der Gropiusstadt und Nord-Neukölln herrscht ein Mangel an Kitaplätzen. Mehr Kitaplätze als Kinder hingegen gibt es unter anderem in Marzahn-Nord und Gatow/Kladow. Diese freien Plätze nützen den Neuköllner Eltern leider herzlich wenig. Die gesetzlich zumutbare einstündige Fahrzeit würde hier deutlich überschritten.

Kita
Die Kita – Hort der frühen sozialen Bildung.                                                                                                              Foto: fh

Ohnehin werden nur 63 Prozent der Neuköllner Kinder unter sechs Jahren mit einem Kitaplatz versorgt. Kinder, Kitas und Karriere weiterlesen

Praxisorientierter Ansatz für Schüler

»Werkschule Löwenherz« lehrt ohne Frontalunterricht

Über die alarmierende Situation an den Neuköllner Schulen ist in den vergangenen Ausgaben der Kiez und Kneipe bereits ausführlich berichtet worden. Die Neuköllner Bildungsstadträtin Franziska Giffey hat in einer Pressemitteilung kurz vor Weihnachten noch einmal deutlich auf die Probleme hingewiesen: es gibt einen hohen Anteil von Erstklässlern mit Sprachdefiziten und Entwicklungsverzögerungen. Daraus resultiert eine wachsende Zahl eher bildungsorientierter Eltern aus Nord-Neukölln, die ihre Kinder an anderen Schulen, teilweise sogar in anderen Bezirken, anmelden wollen. Auf der anderen Seite gibt es immer noch eine Vielzahl von nicht angemeldeten Schülern, obwohl der Anmeldetermin längst verstrichen ist. Diese Entwicklung verschärft die sowieso schon katastrophale Situation an den sogenannten »Brennpunktschulen«, die dadurch zu einem Sammelbecken für leistungsschwache Schüler verkommen.

Seit drei Jahren versucht die »Werkschule Löwenherz«, dieser Misere etwas entgegenzusetzen. Das  vom Europäischen Sozialfonds und vom Bundesverkerhrsministerium mit insgesamt 1,3 Millionen Euro geförderte Schulprojekt ist eine Initiative vom »Zentrum für Lebensenergie«, das seit 1998 in der Weserstraße 175 beheimatet ist. Die Werkschule arbeitet mit verschiedenen Schulen in Neukölln zusammen und begleitet Schüler der achten bis zehnten Klasse mit Angeboten zur frühen Berufsorientierung beim Übergang von der Schule in den Beruf.

SCHülerINNEN und Schulleiter bei Weihnachtsfeier.Foto: rb
Schülerinnen und Schulleiter bei Weihnachtsfeier. Foto: rb

Seit diesem Schuljahr läuft ein neues Modellprojekt in Kooperation mit der Kepler-Schule, das Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf ermöglichen soll, einen Schulabschluss zu erlangen. 25 »Problemschüler« wurden komplett aus ihren Klassen herausgenommen und werden nun ausschließlich an der Werkschule im ehemaligen Gebäude des Finanzamtes Neukölln in der Schönstedtstraße unterrichtet.

Das pädagogische Konzept beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz. Die Schüler erhalten in kleinen Gruppen fächerübergreifenden Unterricht und erarbeiten die Lerninhalte gemeinsam. Ergänzend dazu können sie in verschiedenen Werkstätten berufs­praktische Erfahrungen sammeln.

Pablo Ruiz Holtgrefe,  pädagogischer Leiter der »Werkschule Löwenherz«, berichtet von großen Startschwierigkeiten und enormen Widerständen seitens der Schüler, die sich nicht »in eine Sonderschule abschieben« lassen wollten.
Inzwischen haben sich die Vorbehalte jedoch weitgehend gelegt. Ob die Schüler bessere Chancen haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, wird die Zukunft zeigen.      rb

Fliegendes Klassenzimmer

Schüler bauen einen Flugsimulator

So ganz wohl war der Bezirksstadträtin für Bildung Franziska Giffey nicht, als sie sich in den Flugsimulator der Alfred-Nobel-Schule setzte, um mit ihrer Copilotin unter Anleitung eines Schülers der achten Klasse von einer neuen Startbahn des Flughafens Schönefeld abzuheben. Schon bald war ihr aber das Vergnügen anzusehen, den Simulator zu bedienen.

Der Projektleiter René Beator stellte sich 2011 bei der Direktorin der Schule vor und brachte die Idee ein, mit einer Gruppe von Schülern des achten Jahrgangs einen Flugsimulator zu bauen, der sich nicht hinter professionellen Simulatoren zu verstecken braucht. Vorstellen konnte sich das keiner so richtig, aber der gelernte Pilot machte sich mit den Schülern ans Werk, den ersten Flugsimulator in einer Berliner Schule zu bauen. Für das Gehäuse fanden alte DDR-Schrankwände eine würdige neue Bestimmung. Es wurde gesägt, gehämmert und genagelt. Dann wurde die Technik installiert und ein Simulator nach Vorlage der Boeing 737 und des Airbus A320 war fertig.

simulator. Foto: Kirsten Jenne
Simulator.                                        Foto: Kirsten Jenne

Am 6. Dezember war es soweit. Vertreter der Luftfahrt sowie Schüler und Lehrer der Alfred-Nobel-Schule weihten das technische Werk ein. Schüler bekommen hier die Möglichkeit, sich mit dem Fliegen und dem Geschehen im Kontrollturm anzufreunden. Sie erhalten die Gelegenheit, ein Berufsfeld kennen zu lernen, das wohl kaum ein Neuköllner Elternhaus vermitteln kann.     ro

Schlüsselübergabe am Campus Rütli

Neue Mehrzweckhalle für Sport, Lesungen, Theater und Konzerte eingeweiht

Wieder ist der Campus Rütli einen großen Schritt vorangekommen. Trotz des unwirtlichen Novemberregens strömten unzählige interessierte Menschen zur Einweihung der neuen Mehrzweckhalle am 28. November.

Über ein Jahr dauerten die Bauarbeiten, nun jedoch kann sich das Werk sehen lassen. Während hier am Tage die Schüler in der komfortablen Halle Sportunterricht haben werden, sollen am Abend Lesungen und Konzerte stattfinden.

Bewegt bedankte sich die Schirmherrin Christina Rau bei allen Akteuren, die sich seit 2006 mit Herz und Engagement für eine Aufwertung der damals verrufenen Rütli-Schule einsetzen. Der Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky widmete einen Großteil seiner Rede der Schirmherrin, die immer dann, wenn alle der Mut und die Kraft verließen, zur Stelle war und gehandelt hat. Daher heiße CR, wie der Campus Rütli abgekürzt wird, für ihn in Gedanken Christina Rau.

Hausmeister, Direktorin und ihre Stadträtin.Foto: ro
Hausmeister, Direktorin und ihre Stadträtin. Foto: ro

Feierlich überreichte die Bildungsstadträtin Franziska Giffey den Schlüssel der Mehrzweckhalle an die Schulleiterin des Campus Rütli, Cordula Heckmann.

Auslöser der Änderungen an der ehemaligen Rütli-Schule war der Brandbrief, den die Lehrer 2006 an den Senat sendeten. Buschkowsky entwickelte auch sofort die Idee, diese Schule zu einem Vorzeigeprojekt zu machen. Er plante einen Campus, auf dem von der Krippe bis zur Berufsorientierung ein Rundumpaket entsteht. So entwickelten der Ex-Senator Volker Hassemer und der Neuköllner Bürgermeister die Idee, für dieses Projekt einen Schirmherrn zu suchen. Hassemer konnte Christina Rau dafür begeistern. Nun fehlte noch ein Koordinator an der Schule, um dieses ambitionierte Projekt umzusetzen. Dabei stand der Zufall Pate. Gerade wollte der ehemalige Schulleiter Lehnert seinen wohlverdienten Ruhestand beginnen, da überredete ihn Buschkowsky, die Koordination im zukünftigen Rütli-Campus zu übernehmen. Lehnert seinerseits war noch viel zu tatendurstig, um sich aufs Altenteil zurückzuziehen.

Den Akteuren kam entgegen, dass das umliegende Gelände dem Bezirk gehört. Zwar mussten die Kleingärtner und Werkstätten unter heftigem Widerstand eine neue Heimat suchen, dafür aber haben nun viele Neuköllner bessere Bildungschancen.    ro

100-Tage-Abitur-Kalender

Stressfrei planen bis zur Reifeprüfung

»Viele Wege führen zum Abitur«, so Kirsten Jenne, zertifizierte Abiturplanerlehrerin, »jedoch die schlaueste Art für einen richtig guten Abschluss ist der ‘100-Tage-Abitur-Kalender‘.«
Der Planer umfasst die letzten 100 Tage vor dem Abitur. Die Prüflinge lernen in Jennes dreistündigem Workshop, wie sie strukturiert auf einen guten Abschluss zusteuern. In dem Kurs wird geübt, welche Struktur dem einzelnen am meisten zusagt, womit er sich wohlfühlt, was seinem Tempo und seinem Arbeitsstil entspricht.

Abiplaner

Das Gelernte ist dann im Leben überall einsetzbar. Sei es im Studium, bei der Berufsausbildung oder in der Familie, strukturierte Planungen erleichtern das Leben und schaffen Luft für mehr Freizeit und weniger Stress.

Der Kurs kostet 40,- Euro inklusive Abiplaner.  Der »100-Tage-Abitur-Kalender« ist in den  Verlagen Flöttmann und Langenkämper erschienen und kostet 12,90 Euro.         ro

Der nächste Workshop findet am 9. Januar 2013 von 17-20 Uhr im Nachbarschaftszentrum in der ufaFabrik in Tempelhof statt. Weitere Termine unter www.wise-steps.de.

Zeitreise Neukölln

Aktives Lernen im Museum

Das Museum Neukölln hat in Kooperation mit der Volkshochschule Neukölln ein museumspädagogisches Arbeitsheft mit dem Titel »Zeitreise Neukölln« entwickelt. Es richtet sich vor allem an Neuköllner Bürger mit Migrationshintergrund, die durch das Heft einen Einblick in die Geschichte des Bezirks bekommen sollen.

Museum Neukölln.Foto: rb
Museum Neukölln.                                                Foto: rb

Anhand von zehn ausgewählten Exponaten der ständigen Ausstellung des Museums »99 x Neukölln« sollen Besucher verschiedener Altersgruppen einen leichteren Zugang erhalten, um sich über ihren Bezirk zu informieren. Das Arbeitsheft enthält zu jedem Objekt verschiedene Aufgaben, die die Besucher selbständig in Kleingruppen lösen sollen.
Das Konzept der »Zeitreise Neukölln« wurde von der Museumspädagogin Mareen Maaß in Zusammenarbeit mit der VHS Neukölln entwickelt. Die Auswahl der zehn Objekte erfolgte in mehreren Testläufen mit Teilnehmerinnen von Sprach- und Integrationskursen der VHS. Das Heft ist Teil des Projektes »Werkstatt Kinder Eltern Bildung«, dessen Ziel es ist, ein in ganz Nord-Neukölln präsentes, vielfältiges und kostenfreies Bildungsangebot zu schaffen.

Bei der Präsentation im Museum Neukölln konnte als erstes ein Mutterkurs der VHS den Umgang mit dem Arbeitsheft testen. Die Frauen hatten sichtlich Spaß und machten sich mit Feuereifer an die Bearbeitung der Aufgaben. Bezirksstadträtin Franziska Giffey hofft, dass noch viele weitere Gruppen den Weg in das Museum Neukölln finden werden: »Wenn die Mütter einmal hier waren, finden die Kinder auch her«.       rb

 

Bildung betrifft Körper und Geist

Öffentliche Schulsportlerehrung in der Ernst-Abbe-Schule

»Neukölln ist der letzte Berliner Bezirk, in dem die Ehrung erfolgreicher Schulsportler noch vor einem großen Publikum durchgeführt wird«, betonte der Neuköllner Schulsportleiter in seinen einführenden Worten, »und wir hoffen, dass diese Tradition noch lange bestehen bleibt.«

Franziska Giffey,  Bezirksstadträtin für Schule, Bildung, Kultur und Sport, hob in ihrer kurzen Rede die Bedeutung des Sports in den Neuköllner Schulen hervor und versprach, dass auch in den nächsten Jahren erhebliche Geldmittel für den Ausbau und die Modernisierung der Neuköllner Schulsportstätten bereitgestellt werden.

Die Schulleiterin der Ernst-Abbe-Schule, Birgit Nicolas, ergänzte, dass Bildung nicht nur reine Kopfsache ist, sondern Körper und Geist betrifft.

FRANZISKA Giffey ehrt sportliche Leistungen.Foto: rb
Franziska Giffey ehrt sportliche Leistungen. Foto: rb

Über 200 Neuköllner Schüler wurden am 6. Dezember in der Aula des Ernst-Abbe-Gymnasiums für ihre besonderen schulsportlichen Leistungen geehrt. Etwas verlegen, doch sichtlich stolz nahmen die geehrten Schüler ihre Urkunden aus den Händen von Franziska Giffey und dem Referatsleiter der Regionalen Schulaufsicht, Meinhard Jacobs, in der vollbesetzten Aula entgegen.

Vor allem in den Mannschaftssportarten Fußball, Streetball/Basketball und Handball erzielten die Neuköllner Schulen einige Erfolge bei Berliner Schulsportmeisterschaften.

Eine besondere Ehrung erfuhren die beiden Sportlehrer der Ernst-Abbe-Schule, Horst Michalski und Ingolf Grams, die 1972, vor genau 40 Jahren, die Tischtennis-AG ins Leben riefen und bis heute aktiv an ihr mitwirken. Die Tischtennis-Cracks der Ernst-Abbe-Schule heimsen bei den Jungen wie bei den Mädchen seit Jahren Erfolge ein und waren auch im letzten Schuljahr wieder nicht nur auf Berliner Ebene, sondern auch im Bundeswettbewerb auf den vorderen Plätzen zu finden.      rb