Buchhandlungen gegen Rechts

Auseinandersetzung mit der AfD

Gesicht zeigen gegen Rassismus und Ausgrenzung in der deutschen Gesellschaft ist das Ziel der Initiative »Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus«. Zwölf Geschäfte – und damit die meisten Neuköllner Buchhändler – unterzeichneten die Stellungnahme.
»Wir Neuköllner Buchläden möchten, dass alle Menschen sich in Berlin und Deutschland zu Hause fühlen kön‑
­­­nen­ –­­ ganz­ egal welche Hautfarbe sie haben, wo sie geboren sind, was ihre Religion ist oder wen sie lieben«, heißt es in den Programmflyern.
In einer vierteiligen Veranstaltungsreihe mit Diskussionen und einem Workshop sollte dabei der Frage nachgegangen werden: »Wie erklärt sich der Erfolg der Rechtsaußen-Partei »Alternative für Deutschland« (AfD)? Und was kann die Zivilgesellschaft dem entgegen setzen?«Den Auftakt machte der Vortrag von Vera Heußler vom »Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e. V.« bei der »Buchkönigin« mit dem Thema »Von Sarrazin zur AfD – Der Aufstieg des Rechtspopulismus in Deutschland«. Sie plädierte dafür, nicht nur vom Rechtspopulismus zu sprechen, sondern von einer »sozialen Bewegung von rechts«, denn tatsächlich fänden sich zahlreiche Verstrickungen und personelle Überschneidungen der AfD mit extrem rechten Netzwerken. Die AfD vertrete die Interessen einer gutgestellten Minderheit gegen diejenigen, die ohnehin schon sozial benachteiligt seien. Anschließend gab es noch eine lebhafte Diskussion zwischen den rund 60 Besuchern.
Die »Gute Seite« am Richardplatz ging der Frage nach, »Wer ist das Personal der AfD? Was sind die politischen Inhalte und Forderungen?«
Am 10. Dezember von 11:00 bis 17:00 gibt es in der »Galerie Olga Benario« einen Workshop zu Strategien, die es ermöglichen, rassistischen Vorurteilen Paroli zu bieten. 

mr