Manche öffnen, manche schließen

Neuzuordnung der Quartiersmanagements

»Erhalt und die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes eines Stadtteils« ist die Hauptaufgabe in allen Quartiersmanagement-Gebieten (QM) der Berliner Bezirke. Mit Fördergeldern des Programms »Soziale Stadt« – aus den Mitteln des »Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat« – ausgestattet, werden Ideen, Projekte und Vereine unterstützt, die in irgendeiner Form zur Stabilisierung der Nachbarschaft und Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
Entscheidend für die Einrichtung von QM-Gebieten sind unter anderem Sozialdaten zum Migrationsanteil der Bevölkerung, zur Arbeitslosigkeit und Kinderarmut.
Ab 2021 wird es in Neukölln neue Bereiche geben: Das QM Glasower Straße, zwischen Silbersteinstraße inklusive Hermannstrasse bis zur Buschkrugallee am Teltowkanal sowie QM Harzer Straße, das Gebiet zwischen Treptower Straße, Sonnenalle, Reuterstraße, Bouchéstraße.
Das QM Lipschitzallee und Gropiusstadt Nord werden erweitert zum QM Gropiusstadt.

Blick auf die Gropiusstadt.Foto: mr

Die Gebiete Ganghoferstraße und Richardplatz-Süd werden zum neuen QM-Gebiet Rixdorf. Damit gibt es dann zehn QM-Gebiete in Neukölln.
In diesen zehn Gebieten lebt ungefähr ein Drittel der Neuköllner Bevölkerung. Diese kann Quartiersräte bilden, um ihre Wünsche, Ideen und Projekte in die Tat umzusetzen. Interesse, langer Atem und Selbstbewusstsein sind dabei von Vorteil.
Aus der Förderung fallen die Bereiche Körnerkiez und Schillerpromenade heraus, da sich die Sozialdaten verbessert haben, was im urneuköllner Klartext Gentrifizierung heißt. Die Schillerpromenade soll zukünftig durch  das Programm »Städtebaulicher Denkmalschutz« gefördert werden, in dem es unter anderem um die Erhaltung historischer Ensembles und Stadtkerne geht.

bs