Anerkennung für getötete Polizisten

Straßenumbenennung im Rollberg

Zu Ehren und im Gedenken an zwei im Dienst getöte Polizisten, Roland Krüger und Uwe Liesch­ied, wurden am 27. Februar zwei Strassenabschnitte im Rollbergviertel feierlich umbenannt. Dort arbeiteten beide jahrelang im Abschnitt 55 in der Rollbergstraße.

Barbara Slowik und Andreas Geisel. Foto: Stefanus Parmann

Das Teilstück der Morusstraße zwischen Werbellin- und Rollbergstraße heisst jetzt Uwe-Lieschied-Strasse. Die Kopfstraße zwischen Morusstraße und dem Eingang zur Lessinghöhe wurde in Roland-Krüger-Strasse umbenannt.
Uwe Lieschied wurde im März 2006 in der Hasenheide erschossen, als er zwei Männer festnehmen wollte, die einer Sexarbeiterin die Handtasche gestohlen hatten. Einer der Männer schoss sofort mit einer Pistole um sich, Uwe Lieschied erlitt einen Kopfschuss, an dessen Folgen er vier Tage später verstarb. Roland Krüger wurde im April 2003 bei einer Wohnungsstürmung erschossen, als er einen Mann wegen Messerstecherei unter Clan-Mitgliedern festnehmen wollte. Der Mann feuerte mehrmals auf die Polizisten und traf Roland Krüger am Kopf. Einige Tage danach verstarb er.

Foto: Stefanus Parmann

Angehörige der beiden Polizisten, Innensenator Andreas Geisel (SPD), Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD), Polizeipräsidentin Barbara Slowik, zahlreiche hochrangige Polizisten und viele Neuköllner Bezirksverordnete nahmen an der Feierlichkeit teil. Es waren über 200 Gäste anwesend. Das Landespolizeiorchester untermalte die Feierlichkeit musikalisch.
Andreas Geisel hob hervor: »Die Strassenumbenennung ist ein starkes Zeichen der Anerkennung.« Barbara Slowik dankte dem Bezirk und der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln nachdrücklich für den Beschluss zur Strassenumbenennung. »Dies ist ein wichtiges Zeichen der Würdigung der täglichen Arbeit der Polizei.« Martin Hikel betonte: »Die Polizei schützt uns und unser Grundgesetz und dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung.«

bs