Die neue Platzgestaltung erfordert eine neue Namensgebung

Dank langwieriger Diskussionen in den vergangenen Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mussten viele Themen in den letzten Monaten immer wieder vertagt werden. Deshalb wurde am 29. November eine außerordentliche Sitzung anberaumt.

Einer der Tagesordnungspunkte war die geplante Umbenennung des »Platzes der Stadt Hof«. Im Rahmen des Platzumbaus hatte die »[Aktion! Karl-Marx-Straße]« einen Ideenwettbewerb für die Namensgebung ausgelobt. Allerdings stießen die eingebrachten Vorschläge auf keine große Gegenliebe bei den BVV-Fraktionen. Stattdessen brachte die SPD-Fraktion den Vorschlag ein, den Platz nach dem SPD-Bürgermeister Alfred Scholz zu benennen, der 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Amt entfernt wurde. Bertil Wewer von den Grünen plädierte aber dafür, den alten Namen beizubehalten.

Da der »Platz der Stadt Hof« seinen Namen auf Bitten der Stadt Hof trage, solle er deshalb auch nur auf Bitten der Stadt Hof umbenannt werden. Dort stößt diese Diskussion aber eher auf Unverständnis. Außerdem, erklärte Wewer, sei Hof der erste Ort nach dem Transit durch die DDR und somit die erste Stadt im Westen gewesen. Damit erinnere der »Platz der Stadt Hof« auch an die deutsche Teilung. Im Übrigen eigne sich der Rathausvorplatz viel besser für die Erinnerung an Alfred Scholz. Das sahen die Fraktionen der SPD und CDU ganz anders. Der Rathausvorplatz gehöre nicht zum öffentlichen Straßenland und außerdem sei der neue Platz viel repräsentativer. Mit 38 zu 14 Stimmen wurde der Vorschlag, den alten Namen beizubehalten, abgelehnt.

mr