Das geht nun aber wirklich zu weit, dass »Grün Berlin« die Gentrifizierung von 35 Feldlerchenpärchen nach Brandenburg beschließt.
Bekanntermaßen leidet Brandenburg unter industrieller Landwirtschaft, was das Aussterben etlicher Vogelarten zur Folge hatte. Die Verhältnisse haben sich im Laufe der Zeit umgekehrt. Die Vogelvielfalt in den Städten ist heute größer als auf dem Land. Dort herrscht in den frühen Morgenstunden Stille. Kein Vogel, der da singt, dafür Monokultur und Pestizide.
Dahin also will »Grün Berlin« die Vögel aussiedeln, in eine fragwürdige Zukunft. Wahrscheinlich denken die sich, dass sie sich so gegenüber den Vögeln verhalten können wie Hausbesitzer und Investoren gegenüber Neuköllner Mietern, die diese erfolgreich  und von der Politik unterstützt, vertreiben.
Aber, und das soll eine Warnung sein: Die Neuköllner schlafen nicht. Petra Roß