Rasante Spiele und viel Spaß beim Kneipen Fußballturnier

Während bei der Fußball-WM Doping streng verboten ist – natürlich auch Bier – war dieses »Dopingmittel« beim Fußball-Turnier der Neuköllner Kneipenmannschaften ausdrücklich erwünscht. Gab es doch – unter anderen – einen Preis für das besoffenste Team. So griffen einige Spieler schon vor Spielbeginn zu diesem erfrischenden Getränk.

Luftkampf um den Ball.                                                                                                            Foto: Mike Auerbach

Kurz nach 11 Uhr am Sonnabend, dem 14. Juli, standen vier Mannschaften auf dem Rasen. Das gibt es im Fußball selten. Des Rätsels Lösung: Das Spielfeld war in zwei Hälften geteilt, und auf jeder Hälfte spielten zwei Mannschaften gegeneinander. Diese Art von Synchronfußball strengte die Zuschauer mächtig an. Allerdings waren die Fans der Mannschaften um diese Uhrzeit nur spärlich vertreten. Je später es wurde, desto voller wurde es. In den Kneipen ist das ja genauso.
Die Teams der diversen Lokalitäten wie »Sux«, »Villa Neukölln«, »Trude Ruth & Gold­ammer«, »Erika und Hilde«, »Tennis«, »Lange Nacht«, »Daffke«, »Valtentin Stüberl« und »Laidak« waren dagegen schon putzmunter und lieferten sich packende Zweikämpfe. Diese waren aber immer fair und im Gegensatz zur WM mussten die Schiedsrichter kaum rote odergelbe Karten verteilen. Nur ein einziges Mal gab es eine rote Karte, und das nicht einmal für ein Foul. Ein Spieler fluchte auf Arabisch und hatte das Pech, dass der Schiedsrichter Arabisch verstand.
Nach vielen packenden Spielen kam es nach sieben Stunden endlich zum Finale, das genauso spannend war wie die WM. Das Team vom »Laidak« spielte gegen die »Villa Neukölln«. Nach hartem Kampf beider Teams stand es nach der regulären Spielzeit 1:1. Und genau wie bei vielen Spielen der WM war nun ein Elfmeterschießen angesagt, welches das »Laidak« mit 2:1 für sich entschied.
Es gab aber nicht nur den Pokal für den Sieger, sondern auch einige Sonderpreise.
Da tat sich die Mannschaft der »Langen Nacht« besonders hervor, die den Preis sowohl für die besoffenste als auch den für die älteste Elf erhielt. Der Preis für das »charmanteste Team« ging an die hübschen Jungs und Mädels vom Team »Tennis«.

pschl