Kalle Kalkowski: Rockpoet und Liedermacher

Neukölln spielt eine wichtige Rolle im Leben des Musikers Kalle Kalkowski. Dort wird er am 20. Januar 1950 als Gottfried Kalkowski im Haus von »Musik-Bading« geboren. Dort macht er seine Malerlehre und dort gewinnt er mit seiner Band 2011 den Wettbewerb »Unser Lied für Neukölln« mit seinem Song »Neukölln, du alte Hure…«.

Gottfried Kalkowski.                                                                                                                Foto: Boris Kalkowski

Gottfried Kalkowski, den alle »Kalle« nennen, beginnt 1966 mit seinen Freunden Musik zu machen. Bald darauf wird er von »Screaming Butlers« als Schlagzeuger engagiert. Die Band spielt Beat und Soul, Songs von den »Rolling Stones« und »Pretty Things« und ist bei Bandwettbewerben oft auf den vorderen Plätzen. Trotzdem wirft die Musik nicht genug Geld ab, um eine Familie zu ernähren. Kalle macht eine Ausbildung zum Malermeister, ein Beruf, den er bis heute ausübt.
Ab 1983 tritt Kalle unter eigenem Namen auf, lernt Gitarre und singt. Die Bekanntschaft mit Leo Lehr von der legendären Band »Interzone« führt zur Produktion seines ersten Albums »Tief aus’m Bauch«.
1985 wird sein Sohn Boris geboren. Kalle macht fünf Jahre Pause von der Musik, widmet sich der Familie und arbeitet als Maler in seiner eigenen Firma. 1989 folgt die nächste LP »Sturm«. Gast ist Phil May von den »Pretty Things«. Mit ihm nimmt er sie in einem Londoner Studio auf. Dies ist für ihn ein überwältigendes Erlebnis, hat er doch seit seiner Jugend die »Pretty Things« bewundert.
Kalle entwickelt sich immer mehr zum Rockpoeten und Liedermacher. Die Texte schreibt er alle selbst. Seit über zehn Jahren arbeitet er mit dem Tontechniker und Studiobetreiber Gert Bertram vom Label »Allzeit Musik Berlin« zusammen.
Von 1977 bis 2017 entstehen acht Singles und zehn Alben. Sein letztes Album »Fredi« von 2017 erreicht ein beachtliches Medienecho und wird unter anderem in der TV-Sendung »Mona Lisa« und im RBB vorgestellt.
Seit einigen Jahren spielt Kalles Sohn Boris Schlagzeug in seiner Band. Auf ihn ist er sehr stolz. Boris hat nach dem Abitur eine Ausbildung als Malermeister absolviert, erst in Kalles Betrieb mitgearbeitet und sich dann mit einem eigenen Betrieb selbstständig gemacht. Boris lebte und arbeitete auch ein Jahr in Australien und lernte dort australische Musiker kennen.
Die spielen bei Kalles neuem Bandprojekt namens »Die Bummler« mit. Durch Jim Raketes Grafiker Roman Stolz lernt Kalle den exzellenten Gitarristen Raman Menon kennen, der dem Bandprojekt wichtige Impulse gibt.
Vom 26. September bis 13. Oktober werden Kalle und Boris Kalkowski nach Australien fahren und dort mit ihren australischen Musikern auf Tour gehen. Fest steht bereits ein Auftritt beim legendären Lithgow Festival sowie Konzerte in den Blue Mountains und in Sydney. Geplant ist auch eine CD- und Video-Aufnahme mit der Band.

Ausführliche Informationen über Kalkowskis Auftritte und Veröffentlichungen unter: www.rebelrogue.de
pschl