»Berlinale Goes Kiez« rollt den roten Teppich vor Kiez-Kinos aus

Einen Hauch der Exklusivität der 65. »Internationalen Berliner Filmfestspiele« konnten die Besucher der »Berlinale Goes Kiez«-Veranstaltungen in Neukölln schnuppern. Mit rotem Teppich und rot leuch­tendem Berlinale-Schild empfing das »Neue Off« in der Hermannstraße am 12. Februar zur Vorstellung einiger Wettbewerbsfilme.
Zu sehen waren fünf Kurzfilme von Regisseuren aus der ganzen Welt, die sich in Machart, Thematik und der von ihnen ausgehenden Atmosphäre so wenig glichen wie Tag und Nacht. Diese Unterschiede machen das Format des Kurzfilms so spannend, denn anders als beim herkömmlichen Spielfilm werden hier noch die Grenzen des Möglichen ausgereizt, es wird nach neuen Formen der Darstellung gesucht und Konventionen über den Haufen geworfen.
Experimentierfreudig und tiefgründig gingen die Filme an Themen wie das Erwachsenwerden junger Mädchen in den USA, Psychosen und Flüchtlingsschicksale aus Nordkorea heran. Interessant war auch, die ganz persönlichen Eindrücke, die die einzelnen Filme hervorriefen, mit den Gedanken der jeweiligen Regisseure und den Hintergründen der Entstehung der einzelnen Filme zu verbinden und in Kontext zu setzen, was noch weitere subtile Interpretationswege eröffnete.
Ursprünglich als einmaliges »Geschenk« an die ganz normalen Filmliebhaber zum 60. Jubiläum gedacht, erfreute sich »Berlinale Goes Kiez« so großer Beliebtheit, dass mittlerweile jedes Jahr in wechselnden Kiez-Kinos die Berlinale Einzug hält und es denen, die es nicht zu den Hauptveranstaltungen schaffen, ermöglicht, an den Filmfestspielen teilzuhaben.

jt