{"id":4403,"date":"2016-06-03T07:01:02","date_gmt":"2016-06-03T06:01:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kuk-nk.de\/?p=4403"},"modified":"2016-06-01T23:15:37","modified_gmt":"2016-06-01T22:15:37","slug":"gedenkort-fuer-einen-ungeloesten-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kuk-nk.de\/2016\/06\/03\/gedenkort-fuer-einen-ungeloesten-fall\/","title":{"rendered":"Gedenkort f\u00fcr einen ungel\u00f6sten Fall"},"content":{"rendered":"<h2>Ein Mahnmal soll an die Ermordung von Burak Bektas erinnern<\/h2>\n<p>Vier Jahre ist es inzwischen her, dass Burak Bektas auf offener Stra\u00dfe von einem Unbekannten erschossen wurde. Zwei seiner Freunde \u00fcberlebten lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Der T\u00e4ter hatte sich der Gruppe von f\u00fcnf jungen M\u00e4nnern, die sich am 5. April 2012 an der Rudower Stra\u00dfe getroffen hatten, gen\u00e4hert und v\u00f6llig unvermittelt und wortlos geschossen. Von ihm fehlt laut den ermittelnden Berliner Beh\u00f6rden nach wie vor jede Spur.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4335\" aria-describedby=\"caption-attachment-4335\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4335 size-large\" src=\"http:\/\/www.kuk-nk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Burak1-1-1024x524.jpg\" alt=\"Burak1\" width=\"474\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/www.kuk-nk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Burak1-1-1024x524.jpg 1024w, https:\/\/www.kuk-nk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Burak1-1-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.kuk-nk.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Burak1-1-768x393.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4335\" class=\"wp-caption-text\">Demo gegen das Vergessen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \bFoto: mr<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbF\u00fcr die Familie und Freunde bedeutet der schreckliche Mord bis heute Schmerz, Trauer und Wut\u00ab, sagt Ralf Fischinger, Sprecher der 2012 gegr\u00fcndeten Initiative f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung des Mordes, die mit regelm\u00e4\u00dfigen Demonstrationen die Erinnerung an Burak Bektas wachhalten und die ermittelnden Beh\u00f6rden unter Druck setzen will.<br \/>\nJetzt plant die Initiative gemeinsam mit der Familie einen Gedenkort in der N\u00e4he des Tatorts an der Rudower Stra\u00dfe Ecke Laubs\u00e4ngerweg. Es handelt sich um eine kleine, unbebaute Gr\u00fcnfl\u00e4che, deren Eigent\u00fcmer der Bezirk Neuk\u00f6lln ist. Das Konzept, das sie in der Sitzung des Integrationsausschusses am 26. Mai vorstellte, sieht im Zentrum des Gedenk\u00adortes eine spiralf\u00f6rmige Skulptur vor, die oben sieben in sich gedrehte \u00bbFinger\u00ab hat. <!--more-->\u00bbSpiralen sind eine universelle Form, sie bedeuten Leben, und die Zahl Sieben hat seit vielen Tausend Jahren eine besondere Stellung in vielen Kulturen und in den verschiedenen Religionen\u00ab erkl\u00e4rt die Kreuzberger K\u00fcnstlerin Zeynep Delibalta ihren Entwurf, den sie \u00bbAlgorithmus f\u00fcr Burak und \u00e4hnliche F\u00e4lle\u00ab genannt hat.<br \/>\nKonzipiert ist einerseits ein Ort des \u00f6ffentlichen Gedenkens f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen und Freunde des Ermordeten, gleichzeitig aber auch ein Lernort, der auf weitere nicht aufgekl\u00e4rte Morde an Migranten hinweist und den allt\u00e4glichen Rassismus, dem Menschen mit Migrationsgeschichte auch in Neuk\u00f6lln ausgesetzt sind, thematisiert.<br \/>\nDie Initiative rechnet mit Kosten von rund 25.000 Euro, die \u00fcber Spenden sowie Gelder aus Stiftungen und Projektfonds aufgebracht werden sollen. Bis 2018, dem 6. Todestag von Burak Bektas, soll alles fertig sein.<br \/>\nPolitische Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt das Projekt auch aus der Politik. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte in ihrer Sitzung vom 11. Mai bereits die Errichtung eines solchen Gedenkortes begr\u00fc\u00dft. Lediglich die CDU sprach sich dagegen aus. Auch Bildungsstadtrat Jan Christopher R\u00e4mer \u00e4u\u00dferte sich im Ausschuss positiv. Ein Ort f\u00fcr antirassistische Bildung sei sehr zu begr\u00fc\u00dfen, sagte er. Er wies allerdings darauf hin, dass noch ungekl\u00e4rt sei, wer die Kosten f\u00fcr die Pflege und Instandhaltung tragen soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\bmr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Mahnmal soll an die Ermordung von Burak Bektas erinnern Vier Jahre ist es inzwischen her, dass Burak Bektas auf offener Stra\u00dfe von einem Unbekannten erschossen wurde. Zwei seiner Freunde \u00fcberlebten lebensgef\u00e4hrlich verletzt. 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