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Aufmerksamer Nachbar führte auf die Spur von Kellereinbrechern – Festnahme 22.02.2011

Die Aufmerksamkeit eines Anwohners der Mainzer Straße führte in der vergangenen Nacht zur Festnahme zweier Einbrecher in Neukölln.
Der Mieter hörte gegen 2 Uhr verdächtige Geräusche im Hausflur, blickte durch den Türspion und sah zwei ihm unbekannte Männer, die mit großen und offensichtlich schweren Taschen das Wohnhaus verließen und in unbekannte Richtung davon liefen. Der Mann alarmierte die Polizei und beschrieb die verdächtigen Personen. Etwa zwanzig Minuten später bemerkte die Besatzung einer Funkstreife zwei Männer an der Kreuzung Hermann- Ecke Jonasstraße, auf die die abgegebene Beschreibung passte und die auch zwei Rollkoffer und einen Rucksack mit sich führten.
In den Gepäckstücken entdeckten die Beamten Einbruchs- und gestohlene Bauwerkzeuge sowie Getränkeverpackungen, die die Einbrecher hatten mitgehen lassen. Die Gegenstände wurden allesamt beschlagnahmt.
In dem Mietshaus in der Mainzer Straße stellten die Polizisten vier aufgebrochene Kellerverschläge fest. Eine Kellertür war beschädigt und wies Hebelspuren auf, ohne dass sie geöffnet werden konnte.
Die beiden 34- und 35-jährigen Männer aus Charlottenburg und Baumschulenweg wurden festgenommen und mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlungen unterziehen. Nach Wohnungsdurchsuchungen, bei denen nichts Verdächtiges gefunden wurde, konnten die Festgenommenen das Gewahrsam verlassen. Sie sehen nun Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls entgegen.

Brandstiftung 21.02.2011

Unbekannte haben heute früh eine Mülltonne in Neukölln in Brand gesetzt, wodurch eine Eingangstür eines Mietshauses Feuer fing. Eine 39-jährige Anwohnerin alarmierte gegen 3 Uhr 50 die Feuerwehr in die Stuttgarter Straße, nachdem sie die Flammen entdeckt hatte. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand, durch den die Mülltonne vollständig zerstört und die Hauseingangstür stark beschädigt worden waren. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Stuttgarter Straße im Nahbereich des Feuers für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Das liegt ja so nah

Wie nah Ägypten eigentlich liegt, war dann am Sonntag nach dem Sturz von Hosni Mubarak auf dem Hermannplatz zu bewundern. Was eigentlich als Solidaritätsdemo gedacht war, wurde zur Jubelfeier – passenderweise an jenem Platz, an dem jedes Jahr der Umzug zum Karneval der Kulturen seinen Ausgang nimmt. Die Revolution am Nil ist nicht nur deshalb so nah, weil jedes Jahr Millionen von Deutschen ihren Urlaub in Ägypten verbringen. Im Gegenzug schickt zum Beispiel das Goethe­institut in Kairo jedes Jahr 2.000 Ägypter zum Studium nach Deutschland. Doch statt in ägyptischen Schulen landen die Absolventen später fast ausnahmslos in den Touristenhochburgen, weil sie nur dort Geld verdienen können. Sonst haben sie keine Perspektiven. Auch das hat zu den Verhältnissen in Ägypten beigetragen. Perspektiven zu entwickeln ist nun die eigentliche Aufgabe.
Peter S. Kaspar